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Minijobs bringen den Arbeitsmarkt in Bewegung - Risiken für gering Qualifizierte |
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Minijobs bringen den Arbeitsmarkt in Bewegung - Risiken für gering Qualifizierte
Institut Arbeit und Technik untersuchte Fluktuation und
Beschäftigungsstruktur in vier Dienstleistungsbranchen. Die
geringfügige Beschäftigung hat in den letzten fünf Jahren um über 30
Prozent zugenommen. Mit den Minijobs steigt allerdings auch die
Bewegung auf dem Arbeitsmarkt: Bei den ausschließlich geringfügig
Beschäftigten ist die Fluktuation mit 63 Prozent mehr als doppelt so
hoch wie bei voll sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (29
Prozent). Vor allem in Branchen mit hohen Anteilen von gering
qualifizierten Beschäftigten - etwa im Hotel- und Gaststättengewerbe
und bei der Gebäudereinigung - ist zu befürchten, dass gering
qualifizierte Beschäftigte nur noch in Minijobs Arbeit finden und
dadurch zunehmend Schwierigkeiten haben könnten, ein existenzsicherndes
Einkommen zu erzielen. Das zeigt der soeben erschienene IAT-Report
2005-07, in dem Thorsten Kalina und Dorothea Voss-Dahm vom Institut
Arbeit und Technik (IAT/Gelsenkirchen) die Fluktuation der
Arbeitskräfte und Beschäftigungsstruktur in vier
Dienstleistungsbranchen untersuchen.

Die Fluktuation der Beschäftigten in den vier Branchen verläuft
allerdings nach sehr unterschiedlichen Mustern: Hotel- und
Gaststättengewerbe und Reinigungsgewerbe sind zu charakterisieren durch
einen hohen Anteil gering qualifizierter Beschäftigter, eine starke
Verbreitung von Minijobs und eine hohe Fluktuation aller Beschäftigten.
Dagegen sind Einzelhandel und Gesundheitssektor stark auf Beruflichkeit
orientiert. In beiden Branchen liegt der Anteil von Beschäftigten mit
abgeschlossener Berufsausbildung über dem gesamtwirtschaftlichen
Durchschnitt. Vor allem im Einzelhandel wird deutlich, dass manche
Minijobber durchaus qualifiziert sind. Sie verfügen z. T. über eine
lange Betriebsbindung, leisten hochwertige Dienstleistungsarbeit und
sind mit den betrieblichen Abläufen vertraut wie andere Beschäftigte
auch. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Einzelhandelsunternehmen
ihren Bedarf an Minijobbern in hohem Maße aus früher in voll
sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen arbeitenden
und beruflich qualifizierten Beschäftigten decken können. Für bestimmte
Erwerbsgruppen wie Schüler und Studierende, Frauen mit erwerbstätigem
Partner sowie Rentner ist die Tätigkeit im Einzelhandel lediglich ein
"Zuverdienst" und unter Umständen sogar eine attraktive
Beschäftigungsform. Für andere, die auf ein existenzsicherndes
Einkommen angewiesen sind, sinkt jedoch die Möglichkeit, eine
Arbeitsstelle mit einem ausreichenden Stundenvolumen zu finden. Sie
werden entweder in andere Branchen abdrängt oder müssen mit einem
Einkommen von 400 Euro auskommen in der Hoffnung, zu einem späteren
Zeitpunkt ihre Stunden aufstocken zu können.
Für weitere Fragen stehen
Ihnen zur Verfügung:
Thorsten Kalina
Durchwahl: 0209/1707-330
Dorothea Voss-Dahm
Durchwahl: 0209/1707-286
Pressereferentin
Claudia Braczko
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
Tel.: +49-209/1707-176
Fax: +49-209/1707-110
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WWW: http://www.iatge.de
Weitere Informationen:
http://iat-info.iatge.de/iat-report/2005/report2005-07.html (IAT-Report 2005-07)
URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news130012
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