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Beitragsinhalt
Thema der neuen Ausgabe des DISKURS: Kompetenz und Konkurrenz
Seite 2: Andreas Walther
Seite 3: Jugendpolitik 
Seite 4: Vom Sein und Werden
23.06.2005 - Deutsches Jugendinstitut e.V.: Auch dieses Jahr erscheint wieder die neue Ausgabe des DISKURS mit dem Thema Kompetenz und Konkurrenz-Ungleiche Mitgiften für die Bewährung auf dem Arbeitsmarkt (Frühjahr 2005), im Rahmen bestimmter Aspekte des gegenwärtigen Wirtschaftslebens wie "Auslandsinvestitionen", "Betriebsverlagerungen und -schließungen", "Personalabbau" und "Managergehälter", die in den Medien und in der Politik angesprochen werden. Diese Ausgabe befasst sich mit den gegenwärtigen Veränderungen unserer Gesellschaft hinsichtlich des Arbeitsmarktes.

In Politik und Medien werden normale Sachverhalte des Wirtschaftslebens wie "Auslandsinvestitionen", "Betriebsverlagerungen und -schließungen", "Personalabbau", "Managergehälter" ziemlich lautstark als "Raubtierkapitalismus", "Profitsucht", mithin als Auswüchse des Kapitalismus angeprangert. Dies ist erstaunlich, weil politisch-öffentliche Beurteilungen der Lage Deutschlands unter Aufmachern dieses Kalibers bislang nicht gerade Konjunktur hatten. Die professionelle Begutachtung gesellschaftlich-ökonomischer Veränderungen bevorzugt gewöhnlich eher weniger klassenkampfbelastete Begriffe wie "Globalisierung", "Strukturwandel der Arbeitsgesellschaft", "Erosion des Normalarbeitsverhältnisses", "Prekarität von Lebenslagen", "Flexibilisierung", "Mobilität", "Freisetzung" und "Entgrenzung".

Was immer diese sachlich-prägnant anmutenden Chiffren und die mit ihnen einhergehende Sozialkritik bezeichnen, verdecken oder offen legen, es wäre verfehlt, der Mehrheit derjenigen, die sich ihrer in Politik, Wissenschaft und Praxis bedienen, eine genuine Kapitalismuskritik unterstellen zu wollen. Weit mehr dürfte sie - bei allen Unterschieden im Detail - ein breites Verständnis einen, sich von "unterkomplexen" und in die Jahre gekommenen Analyse- und Interpretationsmodellen wie dem vom "Widerspruch zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen" längst und nachhaltig verabschiedet zu haben.
{mosaddphp:google-fona.php}DISKURS 2/2004

Jaap Dronkers
Migration und Arbeitsmarkt in den Niederlanden -
Integration und Ausschluss der ersten und zweiten Migrantengeneration
Der Beitrag analysiert die Anpassung von unterschiedlichen Typen von Immigranten und ihren Kindern an die niederländische Gesellschaft. Die Leitfrage ist dabei, ob sich die Migranten in die Schichtungsprozesse einfügen, die für die Bevölkerung der Niederlande gelten. Hierzu wird sowohl der Arbeitsmarktstatus als auch der Berufs- und Einkommensstatus der wesentlichen Gruppen von eingewanderten ethnischen Minoritäten anhand der besten verfügbaren nationalen Daten untersucht. Die Ergebnisse belegen, dass die Zugehörigkeit zu einer Minorität erkennbar negative Effekte auf die Teilnahme am aktiven Arbeitsmarkt und die Arbeitslosigkeit von männlichen Migranten hat. Die Muster der Arbeitsmarktbeteiligung und Arbeitslosigkeit bei weiblichen Migranten sind generell komplexer als bei männlichen.

Überdies gibt es auch Unterschiede zwischen den jeweiligen ethnischen Gruppen und hinsichtlich des Generationsstatus der Einwanderer(innen). Unter den Frauen der zweiten Generation sind sämtliche Unterschiede der Arbeitsmarktbeteiligung - verglichen mit einheimischen niederländischen Frauen - komplett verschwunden. Für die zweite Generation der Migrant(inn)en sind die Chancen, zu einer bestimmten Berufsklasse zu gehören, nahezu dieselben wie für die einheimische Bevölkerung - mit Ausnahme der Dienstleistungsklasse, deren Statusgruppe für Migrant(inn)en nahezu verschlossen erscheint. Auch legen die niedrigen Alters- und Bildungsschwellen für die erste Generation von männlichen und weiblichen Migranten nahe, dass es eine gewisse Schließungstendenz auf dem niederländischen Arbeitsmarkt hinsichtlich insbesondere der besser gebildeten Migrant(inn)en gibt.

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