Home arrow Medizin arrow Meldungen arrow Zahnkronenneuheit auf der Dentalmesse in Köln
Google
Bereiche
Home
Biologie
Chemie
Geowissenschaften
Geschichte
Hochschulnews
Medizin
Physik
Sozialwissenschaften
Tiermedizin
Wirtschaftwissenschaft
Anmeldung
Zahnkronenneuheit auf der Dentalmesse in Köln | Drucken |  E-Mail
11.04.- Institut für Materialwissenschaft und Werkstofftechnologie der Universität Jen: An der weltweit grössten Dentalmesse IDS in Köln vom 12.-16. April wird eine Zahnkronenneuheit vorgestellt. Das von der Geschäftsführerin der Firma inocermic GmbH Dr. Bärbel Voigtsberger präsentierte Prototyp ist eine aus Hochleistungskeramik hergestellte Zahnkrone, die hochfest, besonders gewebeverträglich und durch individualisierte Kauflächen sehr belastbar ist.

Materialwissenschaftler der Universität Jena an der Entwicklung eines neuen Produktionsverfahrens für vollkeramische Zahnkronen beteiligt     
{mosaddphp:google-fona.php}
Das Geheimnis der neuen Kronen liegt im Fertigungsverfahren, das die Tochterfirma des Hermsdorfer Institutes für Technische Keramik e. V. (HITK), die "inocermic GmbH", weltweit patentiert hat. Das Verfahren ist aus dem Verbundprojekt "Hochleistungsfertigungsverfahren zum Urformen von hochfesten Werkstoffen am Beispiel von festsitzendem individuellem Zahnersatz" hervorgegangen, das in den vergangenen drei Jahren mit rund 1,8 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium (BMBF) gefördert wurde. Neben drei Firmen waren auch Zahnmediziner der TU Dresden (die Arbeitsgruppe um PD Dr. Ralph Luthardt, der zuvor an der Uni Jena tätig war) und Materialwissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena beteiligt.

Durchgängig rechnergestützte Arbeitsweise

Während Kronen bisher weitgehend handwerklich beim Zahntechniker angefertigt werden, basiert das Thüringer Verfahren auf einer durchgängig rechnergestützten Arbeitsweise. Der präparierte Zahnstumpf - und Zähne des gegenüberliegenden Kiefers - werden mittels eines speziellen Scanners digitalisiert, wobei über 200.000 Messpunkte erfasst werden. "Alles Wissen steckt in der zur Gestaltung und Sinter-Simulation benutzten Software" betont Dr. Voigtsberger. Die Daten werden per Internet zum Fertigungspartner gesandt. Dort wird in einem so genannten Urformprozess die computergestützt berechnete Form für die Kronen aus Hochleistungskeramik erstellt, so dass in kürzester Zeit eine individuelle Krone vorliegt. "Sie ist ohne nachträgliche mechanische Bearbeitung einsetzbar und berücksichtigt bereits die Kauflächen der Gegenbezahnung", betont Dr. Volker Herold vom Institut für Materialwissenschaft und Werkstofftechnologie (IMT) der Universität Jena. Für perfektes Aussehen sorgt der Zahntechniker mit einer abschließenden Individualisierung.

Die Technologie zur präzisen, rechnergesteuerten Bearbeitung der Formen wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Abteilung Oberflächentechnologie am IMT und der inocermic GmbH entwickelt. "Unsere Herstellungsbedingungen sind beim Zahntechniker nicht erreichbar", weist der Jenaer Materialwissenschaftler auf wesentliche Vorteile hin: Bei industrieller Anwendung wäre die Fertigung von mehreren 1.000 Kronen am Tag möglich, wobei eine Rücklaufzeit des Produkts zum Zahnarzt von unter 48 Stunden eingehalten werden kann. "Wir wollen den Zahntechniker nicht arbeitslos machen", tritt Dr. Voigtsberger etwaigen Befürchtungen entgegen, denn die Techniker sind weiterhin für die ästhetische Individualisierung der Kronen unverzichtbar. Andererseits könnte das neue Thüringer Verfahren dafür sorgen, dass Zahnersatz weiterhin in Deutschland hergestellt wird. Damit hofft das Entwicklerteam auch auf Impulse für den deutschen Arbeitsmarkt.


Keramiken wurden für diesen Einsatz weiterentwickelt

Zum Einsatz kommen im Frontzahnbereich eine Aluminiumoxid-Keramik, im Seitenzahnbereich eine Zirkondioxid-Keramik, die beide in enger Zusammenarbeit der Projektpartner speziell für diese Anwendung weiterentwickelt wurden. Diese biokompatiblen Keramiken erlauben im Zusammenspiel mit dem Urformverfahren einzigartige Materialeigenschaften. Dies ermöglicht einerseits die filigrane Gestaltung und hält andererseits die hohen Kräfte beim Kauen aus.

Das interdisziplinäre Entwicklerteam ist von der Qualität des Produkts überzeugt und plant bereits eine Fortsetzung der langjährigen Kooperation. Dabei soll das neue Verfahren auf weitere zahnmedizinische Restaurationen wie Brücken übertragen werden. Auch andere industrielle Einsatzgebiete sehen die Thüringer in der Zukunft. Doch zunächst kümmern sie sich um den Kooperationspartner für den Vertrieb, damit in Zukunft individuelle Zahnkronen aus Thüringen in der ganzen Welt erhältlich sind.

Kontakt:

Dr. Volker Herold
Institut für Materialwissenschaft und Werkstofftechnologie der Universität Jena
Löbdergraben 32, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 947753, Fax: 03641 / 947732
E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Dr. Bärbel Voigtsberger
Hermsdorfer Instituts für Technische Keramik e. V.
Michael-Faraday-Str. 1, 07629 Hermsdorf
Tel.: 036601 / 63902, Fax: 036601 / 63921
E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

» 2 Kommentare
1Kommentar
am Mittwoch, 11. Mai 2005 09:38von Gast
Gibt es schon zu praktizierende Anwendungsmöglichkeiten von inocermic-Zahnkronen?
2"EYkRClSsskvyzJcu"
am Sonntag, 11. März 2012 21:22von Theodore
Was die Mehrheit der Konfessionsfreien lgaubt oder nicht lgaubt, weidf erstens niemand und zweitens sollte man das ruhig den Betroffenen fcberlassen.Es steht jeder Freikirche frei, sich als Bekenntnisgemeinschaft zu organisieren, es steht jedem Mitglied einer Freikirche frei, sich auf dem Meldezettel als solches zu deklarieren. Somit gelten diese Menschen per definitionem nicht als konfessionsfrei. Das Recht bzw. die Verpflichtung, sich als Mitglied einer religif6sen Gemeinschaft zu deklarieren,
» Kommentar schreiben
E-Mail (wird nicht veröffentlicht)
Name
Titel
Kommentar
 verbleibende Zeichen
Captcha Image Code neu generieren, falls er unlesbar sein sollte
 
< zurück   weiter >