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| Osteuropa verzeichnet die weltweit höchste Rate an AIDS-Erkrankten | | Drucken | |
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29.03. Klinikum der Universität München: Die Zahl der neuinfizierten
Menschen in Osteuropa steigt drastisch an und verzeichnet mit 1,4
Millionen HIV-Positiven und AIDS-Infizierten die weltweit höchste Rate,
erklärt die UN-AIDS-Hilfsorganisation (UNAIDS). Russland, die Ukraine
und die baltischen Staaten registrieren zwei Drittel der Gesamtzahl
aller AIDS-Infizierten in ganz Europa. AIDS stellt nicht nur eine
Gefahr für den einzelnen Menschen dar, sondern auch für die jeweilige
Gesellschaft. Deshalb sind die Umgangsformen des Staates, der Politik
und der Hilfsorganisationen mit den an AIDS erkrankten Menschen von
höchster Bedeutung. In diesem Zusammenhang präsentieren Soziologen und
Mediziner der Ludwig-Maximilians-Universität in einem Symposium ihre
neuesten Erkenntnisse und Analysen. Da in diesen Ländern die Erkrankungen nicht verlässlich erfasst werden, liegt die Zahl irgendwo zwischen 920.000 und 2,1 Millionen im Alter von 15 bis 49 Jahren. Schon an diesem Problem der Epidemiologie zeigt sich, wie in den Staaten Russland und Ukraine der gesellschaftliche Umgang mit HIV und AIDS ist: tabuisieren, ignorieren und die Situation der Betroffenen verschärfen. Die wissenschaftlichen Analysen und Ergebnisse der Soziologen und Mediziner werden diesem gesellschaftspolitischen Problem, das immer schärfer zu medizinischem Handeln zwingt, Lösungen und Anregungen geben. {mosaddphp:google-fona.php} Soziale Ursachen Waren es erst die Prostituierten und Drogenkonsumenten, ist die Epidemie längst in der Allgemeinbevölkerung angekommen. Die Gründe liegen vor allem in der fehlenden Sexualerziehung, der generellen Tabuisierung von Sexualität und Homosexualität und letztlich der Stigmatisierung der Erkrankung, weshalb sich viele Menschen auch nicht registrieren und behandeln lassen. Medizinische Probleme Durch die Antiretrovirale Therapie (ART) kann nach der Infektion der Ausbruch der Krankheit verzögert werden. Mit Unterstützung durch internationale Organisationen stehen die Medikamente in der Ukraine seit 2004 zur Verfügung, kommen jedoch durch einen trägen Verwaltungsapparat und fehlende Ausbildung der Ärzte bei wenigen Patienten an. Nach Angaben der WHO erhielten in der Ukraine 170 Patienten die Therapie - bei (offiziell registrierten) 69.000 Erkrankten. Auch hier liegen die Schätzungen weit höher, von 700.000 Infizierten sprechen Experten. Diese leben vor allem in Kiew und Odessa, der Hafenstadt, von der sich die Epidemie ausbreitete. Psychosoziale Folgen Zu den medizinischen Aspekten kommen psychosoziale Faktoren hinzu. Deren Auswirkungen zeigen sich deutlich in der Präventionsarbeit bei Migranten - etwa 8.500 Menschen sind im Jahr 2004 aus den ehemaligen GU-Staaten als Spätaussiedler nach Bayern gekommen. Die Aussiedler bestätigen in den Therapiegesprächen, dass ihre Erkrankung nach wie vor mit Unmoral gleichgesetzt und Drogenkonsum sowie ungezügelte Sexualität unterstellt wird. Die soziale Isolierung beginnt, und die Sprachlosigkeit, die mit Anständigkeit gleichgesetzt wird, verhindert eine erfolgreiche Präventionsarbeit. _________________________ Das Programm im Einzelnen: 12.30 -13.10 Gesellschaftspolitische Gründe für die HIV-Epidemiologie in Osteuropa (Prof. Dr. Petra Stykow) 13.10 - 13.30 HIV-Epidemiologie in Osteuropa. Auswirkungen auf das Gesundheitssystem Was kann der Einzelne, was muss die Gesellschaft leisten? (Prof. Dr. med. Norbert Brockmeyer) 13.30 - 13.50 Kommunikation zwischen Arzt und Patient aus interkultureller Sicht (Dr. med. Thomas Hegemann) 14.30 - 14.50 Die Situation in der Ukraine (Frieder Alberth) 14.50 - 15.10 HIV-Infektion in der Ukraine - Was bedeutet dies? (NN Mitarbeiter einer ukrainischen AIDS-Gruppe) 15.10 - 15.30 Kulturell bedingte Integrationsprobleme von Zuwanderern aus den GU-Staaten (Kirstin Boehlke MA und Elena Tscherednik) 15.30 - 15.50 An was muss der Arzt bei Patienten aus GU-Staaten denken? (PD Dr. med. Ralf Wienecke) 15.50 - 16.10 HIV-Infektion und Co-Infektionen - eine therapeutische Herausforderung (Dr. med. Sophia Horster ) Das Symposium "HIV-Infektion und Osteuropa. Verstehen - Risiken einschätzen - gemeinsam Handeln" findet statt am 6. April 2005 im Großen Hörsaal der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Frauenlobstr. 9-11 __________________________________ Als Ansprechpartner stehen zur Verfügung: Dr. Stefan Zippel, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Telefon 089-5160-6334 Email: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Quelle des Originaltextes: idw Homepage URL der Pressemeldung: http://idw-online.de/pages/de/news105711
» 1 Kommentar
1"kdJTAbArlGD"
am Sonntag, 11. März 2012 18:29von Promod Lieber Markus Arch,wer ist Ihres Erachtens die Instanz, die bestimmen darf, was Blf6dsinn ist und was nicht? Sind Sie das? Aha. Da sind Sie aber ganz schf6n me4chtig, wen sie mit ltetzer und zweifelsfreier Gewidfheit fcber wahr und unwahr entscheiden kf6nnen. Und das auch noch in metaphysischen Dimensionen; sie haben also exakte Kenntnis fcber genau jene Dinge, deren Existenz sie ja abstreiten?Ich bin der letzte, der die Kleriker verteidigen wfcrde, aber Ihr kleiner Aufsatz, der alles und jedes
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