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| Neue Behandlungsverfahren bei arteriellem Verschluss Schaufensterkrankheit | | Drucken | |
Einer Pressemitteilung des Klinikums der Johann Wolfgang
Geothe-Universität vom 09.03.2005 zufolge,Ampotationen bei der
peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK), auch
Schaufensterkrankheit genannt, an der allein in Deutschland mehr als
3,5 Millionen Menschen leiden, können möglicherweise verhindert werden.
Zunächst einmal verspürt man Schmerzen in den Beinen beim Gehen
(Fontaine II b). Mittlerweile leidet jeder fünfte ältere Mensch an
dieser Krankheit, mit steigender Tendenz. Lässt man die Erkrankung
unbehandelt, so drohen den Betroffenen ernsthafte Komplikationen wie
z.B. offene Wunden, das Absterben von Gewebe oder sogar eine Total-OP.
Allein in Deutschland werden jährlich rund 35.000 Beine amputiert. In
den fortgeschrittenen Krankheitsstadien (Fontaine III und IV) sinkt die
Lebenserwartung der Betroffenen im Vergleich zu gesunden Menschen sogar
auf 25 Prozent. Ursache für die Erkrankung ist eine schleichende,
chronische Verkalkung der Arterien. Das Heimtückische ist, dass die
Krankheit erst diagnostiziert wird, wenn sie schon weit fortgeschritten
ist, was eine erfolgreiche Behandlung erschwert. Neue,
vielversprechende Methoden in der Diagnostik und Therapie dieser weit
verbreiteten Krankheit geben jedoch Hoffnung. Dies soll am 12.03.05 auf
dem "2. Frankfurter interdisziplinären Symposium über neue
Behandlungsverfahren der Schaufensterkrankheit am Klinikum der Johann
Wolfgang Goethe-Universität erläutert werden.Wie Professor Dr. Thomas Vogl, Direktor am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Frankfurter Universität, erklärt, sei es das Ziel des Symposiums, die neuesten medizinischen Erkenntnisse in der Diagnose und Therapie zu nutzen, um gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten eine optimale Versorgung dieser wachsenden Patientengruppe zu gewährleisten. Von entscheidender Bedeutung dabei sei eine interdisziplinäre Betrachtungs- und Vorgehensweise. "Erfolgreiche Diagnose- und Behandlungsstrategien können nur auf der Grundlage einer disziplinenübergreifenden Zusammenarbeit erzielt werden", so Vogl. {mosaddphp:google-fona.php} Früherkennung durch interdisziplinäre Diagnoseverfahren Wie wichtig das frühzeitige Erkennen der PAVK ist, hebt Dr. Jörn O. Balzer, Oberarzt am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Frankfurter Universität, hervor. Denn der Behandlungserfolg hänge wesentlich davon ab, wie weit die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Ein thematischer Schwerpunkt des Symposiums liegt deshalb auf unterschiedlichen diagnostischen Verfahren. Dazu gehören neben den einfach durchzuführenden klinischen Untersuchungen insbesondere die Ultraschalldiagnostik, die Magnetresonanzangiographie sowie die CT-Angiographie. Wie Balzer erklärt, werden im ersten Teil der wissenschaftlichen Tagung Standards und Neuerungen von renommierten Referenten vorgestellt und gemeinsam diskutiert. "Unser Ziel ist es, zusammen mit den niedergelassenen Kollegen ein einfaches, reproduzierbares und kostengünstiges Screening-Programm zu entwickeln und Doppeluntersuchungen zu vermeiden", so Balzer. Minimal-invasive Behandlungsformen setzen sich zunehmend durch Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vielzahl verschiedener etablierter und neuerer Behandlungsstrategien. Zwar sei die konservative Therapie mit Optimierung der Risikofaktoren und intensiviertem Gehtraining nach wie vor der Grundpfeiler der Behandlung, erklärt Professor Vogl. Doch dürfe die Bedeutung neuerer Behandlungsformen nicht unterschätzt werden. "Die minimal-invasiven Techniken der perkutanen Rekanalisation von Gefäß-Stenosen oder -verschlüssen haben in den letzten Jahren deutlich verbesserte Offenheitsraten erzielen können als bislang angenommen", betont Vogl. So seien durch den Einsatz von neuesten Stent-Systemen - etwa mit Medikamenten beschichtete Stents oder Nitinol-Stents - in Kombination mit abtragenden Verfahren wie z.B. der Laserangioplastie primäre Offenheitsraten von bis zu 80 Prozent nach 3 Jahren zu erzielen. "Das an unserem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie eingesetzte Verfahren der Laserangioplastie hat sich bewährt - wir erzielen außerordentlich gute Ergebnisse", so Balzer. Diese Entwicklung habe mittlerweile dazu geführt, dass minimal-invasiven Techiken in direkter Konkurrenz zu den chirurgischen Verfahren bei der Behandlung von Oberschenkel-Arterienverschlüssen stünden. Im Kontext des Symposiums werden darüber hinaus auch unterschiedliche Behandlungs- und Prophylaxe-Techniken von Re-Stenosen, also erneuten Gefäßverengungen, thematisiert. Neben Verfahren wie der Nachbestrahlung von innen, der so genannten Brachytherapie, werden neuere Techniken wie die Kältetherapie (Cryoplastie) oder die Bestrahlung mit Laserlicht vorgestellt und diskutiert. Zukunftsweisende Stammzelltherapie kann Amputation verhindern Wie Dr. Balzer betont, gibt das wissenschaftliche Symposium zudem tiefere Einblicke in neueste Therapie-Entwicklungen, die die Behandlung der Schaufensterkrankheit in Zukunft stärker bestimmen werden. Dabei werden sowohl minimal-invasive als auch chirurgische Verfahren thematisiert. Als bahnbrechende Entwicklungen seien insbesondere die sich auflösenden Stent-Systeme (bioresorbable stents), die minimal-invasiven chirurgischen Bypass-Techniken sowie die Methoden für das Anregen neuen Gefäßwachstums zu nennen, so Balzer. Dazu gehöre auch die im Gefäßzentrum der Frankfurter Universitätsklinik eingesetzte Stammzelltherapie. Mit Hilfe dieser zukunftsweisenden Therapieform sei es schon heute möglich, Gefäße neu auszubilden und größere Gewebedefekte zur Abheilung zu bringen. "Die Stammzelltherapie stellt insbesondere bei den schweren Stadien der PAVK (Fontaine III und IV) eine Option dar, um eine Amputation der betroffenen Extremität zu verhindern", erklärt Balzer. 2. Frankfurter Interdisziplinäres Symposiums zur Behandlung von arteriellen Erkrankungen" (FISBA) Behandlungsstrategien bei PAVK II b & kritischer Extremitätenischämie Samstag, 12. März 2005; 9.00 bis 17.30 Uhr Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt am Main Für weitere Informationen: Ricarda Wessinghage Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Universitätsklinikum Frankfurt Fon (0 69) 63 01 - 77 64 Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22 E-Mail Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Internet http://www.kgu.de
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Einer Pressemitteilung des Klinikums der Johann Wolfgang
Geothe-Universität vom 09.03.2005 zufolge,Ampotationen bei der
peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK), auch
Schaufensterkrankheit genannt, an der allein in Deutschland mehr als
3,5 Millionen Menschen leiden, können möglicherweise verhindert werden.
Zunächst einmal verspürt man Schmerzen in den Beinen beim Gehen
(Fontaine II b). Mittlerweile leidet jeder fünfte ältere Mensch an
dieser Krankheit, mit steigender Tendenz. Lässt man die Erkrankung
unbehandelt, so drohen den Betroffenen ernsthafte Komplikationen wie
z.B. offene Wunden, das Absterben von Gewebe oder sogar eine Total-OP.
Allein in Deutschland werden jährlich rund 35.000 Beine amputiert. In
den fortgeschrittenen Krankheitsstadien (Fontaine III und IV) sinkt die
Lebenserwartung der Betroffenen im Vergleich zu gesunden Menschen sogar
auf 25 Prozent. Ursache für die Erkrankung ist eine schleichende,
chronische Verkalkung der Arterien. Das Heimtückische ist, dass die
Krankheit erst diagnostiziert wird, wenn sie schon weit fortgeschritten
ist, was eine erfolgreiche Behandlung erschwert. Neue,
vielversprechende Methoden in der Diagnostik und Therapie dieser weit
verbreiteten Krankheit geben jedoch Hoffnung. Dies soll am 12.03.05 auf
dem "2. Frankfurter interdisziplinären Symposium über neue
Behandlungsverfahren der Schaufensterkrankheit am Klinikum der Johann
Wolfgang Goethe-Universität erläutert werden.