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| Konferenz zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität älterer Menschen | | Drucken | |
Seite 1 von 2 Das Kompetenznetz Parkinson teilte am 12.04.05 mit, dass
Medizinexperten aus den Kompetenznetzwerken zur Jahrestagung der
Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden ihre neuesten
Forschungsergebnisse zum Thema Gesundheit und Lebensqualität älterer
Menschen präsentierten. Dabei wurden Fragen zu den
Heilungsmöglichkeiten von Alzheimer durch Impfungen sowie die
Vermeidung von Schlaganfällen erläutert.Die Herausforderung an die Gesundheitsforschung in der heutigen Zeit liegt darin, Gesundheit und Lebensqualität der immer älter werdenden Bevölkerung bis ins hohe Alter zu erreichen. Die dafür notwendige Forschungsarbeit kann in der Regel nicht mehr von einzelnen Forschergruppen alleine, sondern nur in größeren Kooperationen erreicht werden. Deshalb hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die 17 Kompetenznetze in der Medizin initiiert und fördert sie im Zeitraum von 1999 bis 2008 mit insgesamt rund 225,5 Millionen Euro. Dr. Gabriele Hausdorf, Leiterin des Referats Gesundheitsforschung im BMBF, erklärte jetzt vor der Presse in Wiesbaden, dass neben der Stärkung der Zusammenarbeit von Wissenschaft und den Ärzten, die in der Versorgung tätig sind, ein wesentliches Ziel der Netze ist, Krankheiten früher zu erkennen und die gewonnenen Erkenntnisse auch in der Praxis umzusetzen. {mosaddphp:google-fona.php} Kompetente Behandlung von Herzkrankheiten hilft Schlaganfälle vermeiden So ist für Schlaganfall-Patienten eine schnelle und kompetente Versorgung unabdingbar. Prof. Dr. Günter Breithardt, Sprecher des Kompetenznetzes Vorhofflimmern, machte sehr deutlich, dass Zeit = Gehirn bedeutet. Er referierte nicht nur für das von ihm vertretene Netz, sondern auch für die Kompetenznetze Angeborene Herzfehler, Herzinsuffizienz und Schlaganfall. Rund 10 bis 15 Prozent aller 60-70jährigen leiden in Deutschland unter Vorhofflimmern. Kommen andere Risikofaktoren wie Diabetes oder Bluthochdruck hinzu, steigt deren Schlaganfallrisiko steil an. Hochrisiko-gefährdet für einen Schlaganfall sind auch Menschen, die unter Herzinsuffizienz leiden. Neben den menschlichen Belastungen und Folgekosten muss laut Breithardt auch bedacht werden, dass die Versorgungskosten für einen Schlaganfall um das zwei- bis dreifache höher liegen als bei einem Herzinfarkt. Er bemängelte auch die immer noch bestehende Unterversorgung von Menschen mit angeborenem Herzfehler (AHF). Durch die moderne Medizin gibt es immer mehr Erwachsene mit AHF, auf der anderen Seite aber fehlen die entsprechenden nicht-pädiatrischen Versorgungseinrichtungen. Breithardt forderte die Einrichtung spezialisierter Zentren, die in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Allgemeinärzten junge Erwachsene mit AHF versorgen. Dadurch soll vermieden werden, dass beispielsweise Schwangerschaften von AHF-Patientinnen abgebrochen werden, weil die Herzprobleme falsch eingeschätzt werden oder umgekehrt.
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