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Gebiete mit Malaria online abrufbar | Drucken |  E-Mail
Mücken - Blutsauger der Malaria
Mücken: kleine Tiere, grosse Wirkung; in den Tropen Auslöser der gefährlichen Malaria

Bonn, Juni 2007: Die Malaria ist eine Erkrankung, die in den Subtropen und Tropengürteln der Erde verbreitet ist. Sie wird übertragen durch Stechmücken der Gattung Anopheles, die einen Einzeller in sich tragen, der dann in der Blutbahn des von der Mücke Gestochenen Wirts ihren Entwicklungszyklus vollenden. Der Einzeller - Plasmodium - kann sich nur in wärmeren Gebieten der Erde in der Mücke, die als Zwischenwirt dient, entwickeln und kommt daher - zum Glück für die Menschen im reichen Norden - nur in den wärmeren Gebieten der Erde vor. Die Plasmodien befallen rote Blutkörperchen, wo sie sich weiter vermehren und zum Schluss die absterbende Blutzelle verlassen um weitere Blutzellen zu befallen.

Diese regelmässigen Vermehrungsschübe, die mit dem Absterben zahlloser Blutkörperchen einhergehen sind dann als die bekannten Fieberschübe der Malaria sichtbar. In vielen Fällen kann das zum Tode der Malariakranken führen.

So kann aus der Traumreise in den Süden ein Albtraum werden, denn rund 1000 Urlauber aus Deutschland infizieren sich jährlich mit Malaria , wie das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn mitteilt.

Jährlich Millionen Erkrankte 

Weltweit gibt es laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich 300 bis 500 Millionen Neuerkrankungen - Tendenz steigend. Die gefürchtete "Malaria tropica" führt unbehandelt meist zum Tod. Mildere Formen können über lange Zeiträume immer wieder Malariarückfälle hervorrufen. Typisch ist hohes Fieber, meist begleitet von Kopfschmerzen, Schwäche, Schüttelfrost und Gliederschmerzen. Daher hat man dort jetzt eine neues Informationssystem bereitgestellt, mit dessen Hilfe der Reisende sich vorab über die Risikogebiete informieren kann.


Malaria tritt in tropischen und subtropischen Regionen aller Kontinente - außer Australien - auf. "Das Übertragungsrisiko ist nicht nur örtlich, sondern auch zeitlich sehr unterschiedlich", sagt Dr. Edith Fischnaller vom Bonner Hygiene-Institut. Das webbasierte Geoinformationssystem bietet länderbezogene Informationen über das aktuelle Malariarisiko, die vorgeschlagene Prophylaxe, die bereits vorhandenen Resistenzen sowie über Erregerarten und saisonale Verbreitungsmuster der Malaria im jeweiligen Land. Die Angaben werden regelmäßig aktualisiert. "Durch Aktivieren der einzelnen thematischen Stichpunkte ruft der Nutzer die jeweilige Weltkarte mit den gewünschten Informationen auf", erläutert Geographin Yvonne Walz vom Bonner Hygiene-Institut. Nach Aktivierung des Infobuttons in der oberen Navigationsleiste kann man mittels Mausklick auf das gewünschte
Land weitere Detailinformationen abrufen. Die Daten können individuell zur Reiseplanung genutzt werden, sodass beispielsweise Reisende mit Risikofaktoren, Schwangere , Kinder und
ältere Menschen Hochrisikogebiete einfach erkennen können. Das Malariainformationssystem ersetzt aber nicht die individuelle ärztliche Beratung. Vor Antritt einer Reise in ein Malaria-Gebiet sollte also jeder einen Reisemediziner aufsuchen.


Das Malariainformationssystem gibt es unter

http://www.meb.uni-bonn.de/hygiene/index.html.

Informationen über die reisemedizinische Sprechstunde am Bonner Hygiene-Institut gibt es auf derselben Seite in der Rubrik Reisemedizin und Gelbfieberimpfstelle.

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