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Expertinnen beschäftigen sich mit der Impotenz |
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07.03. Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.: Am 11. und 12. März
diskutieren rund 150 Medizinerinnen in Potsdam verschiedene Probleme
aus dem Fachbereich Urologie, wobei sie in diesem 3. Workshop der
Urologinnen auf medizinische Tabuthemen wie Sexualität, Liebe und
Partnerschaft nach einem Prostatakarzinom eingehen werden.
Ausnahmsweise stehen diesmal psychotherapeutische Fragen im Mittelpunkt
der Referate und Diskussionsrunden. "Die Folgen einer Prostatektomie
sind häufig eine gewaltige Herausforderung für die Liebe und für die
Beziehung", sagt Dr. Ulrike Brandenburg. "Über die Krebserkrankung
selbst wird gesprochen. Über ihre Bedrohlichkeit und die Gefahr, die
sie für das Leben des betroffenen Mannes darstellen auch." Die
sexuellen Folgen für die Männer -die Impotenz- sind jedoch ein
Tabuthema, nicht nur für die Patienten, sondern auch für die Ärzte selbst.
Das soll sich in Potsdam ändern. Einen ganzen Themenblock haben die
Veranstalterinnen der intimen Problematik Impotenz eingeräumt. Wie
thematisiere ich den Verlust der Potenz meines Patienten? Wie kann ich
ihn medizinisch bzw. sexualmedizinisch unterstützen und begleiten? "Das
sind wichtige Fragen. Denn die Tabuisierung übt einen zusätzlichen
Druck auf die Männer aus und belastet sie völlig unnötig", so Dr.
Brandenburg.
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Rein mechanistisch wird die Impotenz auf der funktionellen Ebene
abgehandelt, sei es mit einer medikamentösen Behandlung oder mit dem
Verweis auf andere therapeutische Methoden wie die SKAT-Therapie oder
mechanische Hilfsmöglichkeiten wie die Pumpe. Was dagegen meist
ignoriert wird, ist der "Schmerz" um die verlorene Potenz. Ohne Blick
auf diesen Aspekt ist keine adäquate Bewältigung möglich. Wenn Ärzte
betroffenen Männern und Paaren nicht helfen, den Schritt in die
"Trauer" zu wagen und zu realisieren, verhindern sie dadurch auch eine
aktive Auseinandersetzung des Patienten mit dieser, seiner neuen
Problematik.
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