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Deutsch-amerikanische Kooperation gegen Ebola-Krankheit
Seite 2
26.04. - Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg: Eine Arbeitsgruppe der Harvard Medical School in Boston fand heraus, dass Ebola mit Hilfe proteinabbauender Enzyme in die Zellen eindringen kann. An diesem, in Afrika weit verbreiteten und extrem gefährlichen Ebola-Virus sterben jährlich ziemlich viele Menschen. Man erkennt die Krankheit am hohen Fieber und an den Blutungen am ganzen Körper. Zwar gibt es bisher keine effektiven Medikamente und Impfstoffe gegen diesen Virus, neue Untersuchungen geben jedoch Grund zur Hoffnung.

Ebola-Viren nutzen zwei bestimmte Proteine ihres Wirtes, um in dessen Zellen eindringen zu können. Das berichten US-Wissenschaftler in der Zeitschrift "Science". Um ihr Forschungsergebnis hieb- und stichfest zu machen, mussten die Amerikaner auch im Biozentrum der Uni Würzburg anklopfen. Hier bekamen sie Unterstützung von Ute Felbor.
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Das hoch gefährliche und ansteckende Ebola-Virus ist in den vergangenen Jahren in Afrika immer wieder ausgebrochen. Jedesmal tötete es zahlreiche Menschen. Es ruft zuerst hohes Fieber mit grippeähnlichen Symptomen hervor, später löst es im ganzen Körper Blutungen aus. Das auch als "hämorrhagisches Fieber" bezeichnete Krankheitsbild endet in über 80 Prozent der Fälle tödlich. Wirksame Medikamente oder Impfstoffe gegen das Virus gibt es bisher nicht.

An der Harvard Medical School in Boston hat die Arbeitsgruppe von Jim Cunningham nun entdeckt, dass Ebola die proteinabbauenden Enzyme Kathepsin B und Kathepsin L benötigt, um in eine Zelle eindringen zu können. Das fanden die Forscher an Zellkulturen heraus, die aus Nierenzellen von Affen angelegt worden waren. Blockierten sie darin die beiden Enzyme mit chemischen Hemmstoffen, so fand keine Infektion statt.

Weil sich auch die Arbeitsgruppe von Ute Felbor mit den Kathepsinen befasst, suchten die US-Forscher die Kooperation. Das Team am Biozentrum verfügt über Mäuse, bei denen die Gene für beide Enzyme ausgeschaltet wurden. "Wir haben aus dem Bindegewebe unserer Tiere mit einigem Aufwand Zell-Linien hergestellt und sie den Kollegen in USA überlassen", erklärt Ute Felbor. Dort zeigte sich dann, dass auch diese Zellen gegen Ebola-Viren resistent sind.

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