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Das Molekül Gfi1 lässt Wachtposten des Immunsystems reifen | Drucken |  E-Mail
MHH-Forscher entdeckten wichtige Funktion des Faktors Gfi1: Publikation am 21. Juni 2005 in „Immunity“. Ein wichtiger Faktor namens Gfi1 ist notwendig, damit die „Wachtposten“ des Immunsystems, die dendritischen Zellen, im Knochenmark aus Blutstammzellen heranreifen können. Diese bedeutsame Erkenntnis gelang einer Arbeitsgruppe um Professor Dr. Christoph Klein, Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie (Direktor: Professor Dr. Karl Welte) der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Die Ergebnisse der Arbeit werden am 21. Juni 2005 in der renommierten Fachzeitschrift „Immunity“ veröffentlicht. „Wir verstehen jetzt besser, wie dendritische Zellen entstehen – ein fundamentaler Schritt, um künftig wirksame Immuntherapien entwickeln zu können“, sagt Professor Klein.


Dendritische Zellen sind darauf spezialisiert, eingedrungene Mikroben oder
auch Tumorzellen in das Zellinnere aufzunehmen, dort zu zerkleinern und die
Bruchstücke auf der eigenen Oberfläche anderen Immunzellen als Antigen zu
präsentieren. Erst dann können andere Abwehrzellen wie T-Zellen, B-Zellen
und natürliche Killerzellen eine wirksame spezifische Immunität gegen
Krankheitserreger und Krebszellen erzeugen. Bislang wusste man, dass die
dendritischen Zellen aus blutbildenden Stammzellen im Knochenmark entstehen
– die Steuerungsprozesse dieser Differenzierung waren allerdings nahezu
unbekannt.

Die Arbeitsgruppe von Professor Klein erforscht die molekularen
Kontrollmechanismen der Entwicklung dendritischer Zellen aus Stammzellen.
Mit Hilfe der so genannten Microarray-Technik konnten sie, in Zusammenarbeit
mit der Arbeitsgruppe um Professor Dr. Jan Buer, Gesellschaft für
Biotechnologische Forschung in Braunschweig, einen Faktor identifizieren,
der über eine normale Ausreifung und Funktion dendritischer Zellen
entscheidet: Gfi1 dockt an verschiedene Regionen im Erbgut an und steuert so
das Ablesen einer Vielzahl von Genen. Wenn Gfi1 fehlt, können
Knochenmark-Stammzellen nicht in dendritische Zellen ausreifen. „Uns
überraschte, dass sich dann nur so genannte Makrophagen entwickeln. Diese
Riesen-Fresszellen nehmen zwar fremde Stoffe auf, sind aber nicht in der
Lage, T-Zellen zu stimulieren – ein wichtiger Schritt der Immunabwehr fehlt
dann“, sagt Professor Klein. „Somit konnten wir erstmals ein Molekül finden,
das die Reifung von dendritischen Zellen versus Makrophagen steuert.“

Weitere Informationen gibt Ihnen gern Professor Dr. Christoph Klein,
MHH-Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Telefon: (0511)
532-6718, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Tel.: (0511) 532-6771/6774
Fax: (0511) 532-3852
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