|
|
| Postpartale psychische Erkrankungen im Widerspruch zum idealen Mutterbild | | Drucken | |
Seite 4 von 11 Was ist der Auslöser für eine postpartale psychische Erkrankung? Gibt es ihn überhaupt, diesen einen Auslöser oder gibt es viele verschiedene Ursachen? Bei postpartalen Erkrankungen ist es nicht möglich den Ausbruch der Krankheit auf eine einzelne Ursache festzulegen. Es gibt eine große Anzahl von Auslösern, die von sehr unterschiedlicher Natur sein können. Diese Faktoren werden unter folgenden Schwerpunkten zusammengefasst: Peripartale Auslöser Peripartale Auslöser sind Faktoren, die während der Schwangerschaft , Geburt oder im Wochenbett eine Rolle spielen. Diese können eine lange, ungewollte Kinderlosigkeit, eine ungeplante Schwangerschaft, gesundheitliche Schwierigkeiten während der Schwangerschaft, eine vorrangegangene Fehl- oder Totgeburt, eine komplizierte oder sehr lange Geburt, ein Kaiserschnitt, Probleme beim Stillen oder überzogen unrealistische Vorstellungen von der Mutterschaft sein. Physische Auslöser Die hormonellen Veränderungen nach der Geburt und ein biochemisches Ungleichgewicht durch Schlafmangel schlagen auf die Stimmung. Die Folgen sind Müdigkeit und Erschöpfung. Beim Stillen bekommt das Neugeborene genau die Nährstoffe, die es braucht und es fördert gleichzeitig eine enge Mutter-Kind Bindung. An den weiblichen Metabolismus stellt dieses hingegen sehr hohe Anforderungen - höhere als die Schwangerschaft für den Körper bedeutete. Die bereits bestehenden Energiereserven decken unter idealen Voraussetzungen ungefähr ein Drittel des Energiebedarfs während vier Monaten Stillzeit. Eine stillende Mutter verbraucht ca. 500 kcal am Tag. Da viele Frauen bereits kurz nach der Geburt weniger Kalorien zu sich nehmen, um ihre alte Figur wiederzuerlangen, entziehen sie ihrem Körper wertvolle Reserven. Wichtiger als gleich nach der Entbindung an eine Diät zu denken, ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung, die den Körper der Frau und über die Muttermilch auch den des Kindes, mit essentiellen Nährstoffen versorgt. Aber auch eine unerkannte Schilddrüsenerkrankung kann ein Auslöser von extremer Erschöpfung sein. Viele Frauen wissen nicht, dass sie Probleme mit der Schilddrüse haben. Eine Diagnose sollte aber auf jeden Fall erfolgen, denn gerade eine Überfunktion kann, wenn sie unbehandelt bleibt, die Herzfunktion beeinträchtigen. Laut einer aktuellen Studie von Dr. William J. Walsh und Dr. John W. Crayton am Health Research Institute im US-Bundestaat Illinois, könnte die Anreicherung von Kupfer im Körper eine tragende Rolle bei der Entstehung von postnatalen Depressionen spielen. Der Kupfergehalt ist bei Frauen während der Schwangerschaft generell etwas erhöht und normalisiert sich nach der Geburt von selbst. Bei manchen Frauen funktioniert das nicht und überschüssiges Kupfer wird nicht abgebaut. Auslöser ist wahrscheinlich eine genetisch bedingte Störung des Proteins, dass den Kupferhaushalt im Körper regelt, sein. Das kann im Gehirn zu biochemischen Veränderungen führen, die wiederum eine Depression begünstigen.
» Keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
|
|||||||||||||
| weiter > |
|---|
|
|
| Suchen Sie |
|---|
| Google Anzeige |
|---|
