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| Epilepsie in Erlangen | | Drucken | |
Seite 2 von 3 Schonende Diagnosemethoden im Epilepsiezentrum der Universität Erlangen Im Epilepsiezentrum in Erlangen verfügt man seit kurzem über einen neuen und schonenden Weg, den Ort einer Epilepsie zu lokalisieren. "Üblicherweise versuchen wir, am offenen Gehirn mittels Elektrophysiologie den Fokus einer Epilepsie genau zu lokalisieren", erklärt Prof. Hermann Stefan, Leiter der Epilepsieambulanz in Erlangen. „Wir verwenden in Erlangen einen neuartigen Ansatz, der darin besteht, dass der Kopf des Epilepsiepatienten gewissermaßen berührungslos in eine Art "Friseurhaube" gesteckt wird und dann die von den Neuronen gebildeten Magnetfelder mittels spezieller Sensoren gemessen werden. Epileptische Störfelder sind dadurch meßbar“, erläutert Prof. Stefan weiter. Das resultierende MEG (Magnetencephalogramm) zeigt Störfelder und damit die Lage von Störzentren im Gehirn des Patienten. Dazu Prof. Stefan: " In Kombination mit der Kernspintomographie und mit Bezug zur individuellen Konstellation des jeweiligen Patienten wird eine Analyse komplett nichtinvasiv erstellt. Diese Befunde können dem operierenden Arzt direkt in den OP eingespielt werden, wodurch dieser den Eingriff genau planen kann und riskante Gebiete ausspart. Während der Operation steht dem Neurochirurgen außerdem ein intraoperatives Kernspin zur Resektionskontrolle zur Verfügung. Mit dieser Kombination verschiedener Techniken konnten auch bisher erfolglose Fälle operiert werden.“ Auf der Suche nach den molekularen und genetischen Ursachen Der Trend geht auch in der Epilepsieforschung verstärkt in die Richtung der Erforschung molekularbiologischer und genetischer Grundlagen. Dabei wird versucht, immer spezifischer die Vorgänge bei der Epileptogenese zu verstehen, um gezieltes Eingreifen an den funktionellen Kaskaden auf der genetischen und proteinchemischen Ebene zu ermöglichen. " Man muß es schaffen, die Hochregulation der Gene zu unterbinden, die dann die typischen Symptome der Epilepsie auslösen. Dies wird sicher ein wesentliches Charakteristikum der Antiepileptika der nächsten Generation sein", so Hermann Stefan dazu.
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