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| Ursachen fuer die Schwankungen der atmosphaerischen CO2-Konzentration |
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12.05. - GeoForschungsZentrum Potsdam: Seit Jahrtausenden
erlebt die CO2-Konzentration in der Atmosphäre grosse Schwankungen,
deren Ursache bisher nicht zu ermitteln war. Wissenschaftler aus
Zürich konnten nun zusammen mit Forschern aus Deutschland und den USA
einen Zusammenhang zwischen der biologischen Aktivität und der
Schichtung der polaren und subpolaren Ozeane in den vergangenen 400.000
Jahren feststellen. Biologische Aktivität der Meere und Klima-Änderung {mosaddphp:google-fona.php}Atmosphärische CO2-Konzentration der letzten 400.000 Jahre wird durch die biologische Aktivität und die Schichtung der polaren und subpolaren Ozeane kontrolliert. Während
der letzten 400.000 Jahre lässt sich ein direkter Zusammenhang zwischen
der Konzentration des atmosphärischen Kohlendioxids und der Schichtung
der polaren und subpolaren Ozeane nachweisen. Wie ein Forscherteam aus
der Schweiz, Deutschland und Nordamerika in der neusten Ausgabe des
Wissenschaftsmagazins 'Science' (13. Mai) zeigt, führen die Änderungen
der durch Salzgehalt und Temperatur bedingten Schichtung dieser
Meeresregionen und die damit verbundene biologische Aktivität zu
natürlichen Schwankungen der CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Die
Wissenschaftler können nachweisen, dass eine stabilere physikalische
Schichtung der Wasseroberfläche im subarktischen Nord-Pazifik die
biologische Aktivität in den Kaltzeiten reduzierte. Die verstärkte
Stabilität der Schichtung durch eine 'Süsswasserkappe' führte dazu,
dass in den Kaltzeiten weniger Nährstoffe und CO2 an der
Wasseroberfläche exponiert und vom Ozean in die Atmosphäre abgegeben
wurden. Die Forschergruppe mit Wissenschaftlern der
ETH Zürich, des GFZ Potsdam, der Universität Bremen, der
Princeton-University, USA und der University of Victoria, Canada, nahm
geochemische Messungen an Meeresedimenten des subarktischen
Nordpazifiks vor. "Es ergaben sich sehr gute Übereinstimmungen zwischen
der Variabilität der Algenproduktivität der Region und der aus
Eisbohrkernen der Antarktis gewonnenen atmosphärischen
CO2-Konzentration während der letzten 400 000 Jahre", so Gerald Haug
vom GFZ Potsdam. "Damit erweitert sich die Indizienkette, dass die
physikalische Schichtung der polaren und subpolaren Ozeane als
'kommunizierende Röhre' im Gasaustausch zwischen Ozean und Atmosphäre
eine zentrale Rolle in der globalen Klimaentwicklung spielt." Da der Ozean eine 50 mal höhere CO2-Konzentration als die Atmosphäre hat, ist der Austausch zwischen Ozean und Atmosphäre entscheidend für die atmosphärische Treibhausgaskonzentration. Aus dem direkten Zusammenhang zwischen globaler Erwärmung und der Stabilität der Schichtung der polaren und subpolaren Ozeane wird klar, dass im Rahmen einer schnell voranschreitenden anthropogen bedingten Erwärmung sich der Austausch Ozean-Atmosphäre beschleunigen kann mit einer verstärkenden positiven Rückkopplung auf die Erwärmung. Der Gehalt des Treibhausgases CO2 in der Erdatmosphäre ist ein entscheidendes Regulativ des globalen Klimas. Ohne atmosphärische Treibhausgase läge die mittlere Temperatur des unseres Planeten bei minus 18 Grad Celsius. Die präindustriellen Treibhausgaskonzentrationen schwankten während der letzten 400.000 Jahre zwischen 280 ppm (parts per million) in den Warm- oder Interglazialzeiten und 180 ppm in den Kalt- oder Glazialzeiten bei mittleren globalen Temperaturen zwischen 15 und 12 Grad Celcius. Der heutige atmosphärische CO2-Gehalt beträgt 370 ppm und steigt stark an, die damit verbundene derzeitige globale Erwärmung liegt bei etwa 0,7 Grad Celsius in den letzten 130 Jahren. Im
jüngsten geologischen Analog einer wärmeren Welt, der pliozänen
Warmzeit vor etwa 3 Millionen Jahren, lag die mittlere Temperatur des
Planeten Erde um etwa 2 bis 3 Grad Celcius höher als heute und die
atmosphärische CO2-Konzentration betrug 400 bis 500 ppm. Damals war
diese ozeanische 'Süsswasserkappe' im subarktischen Nord-Pazifik nicht
vorhanden und im Südpolarmeer stark reduziert und unser Planet hatte
kein Eis auf der Nordhemisphäre, auch nicht auf Grönland, mit dem
Ergebnis eines sechs Meter höheren Meeresspiegels. Bei der derzeitigen
anthropogenen Emission von Treibhausgasen wie CO2 ist es
wahrscheinlich, dass ein solches Szenario einer eisfreien
Nordhemisphäre in diesem Jahrhundert angestoßen oder realisiert wird. Ansprechpartner Deutschland: Gerald Haug, GFZ Potsdam email: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können -- ....................................................... Franz Ossing GFZ GeoForschungsZentrum Potsdam -Public Relations- Telegrafenberg D-14473 Potsdam Tel. ++49 (0)331 - 288 1040 Fax ++49 (0)331 - 288 1044 e-mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news111938 {mosaddphp:buecher-content.php,Klimatologie}
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