Gesundheitsmanagment durch den Tierarzt

Gesundheitsmanagment durch den Tierarzt

Der Tierarzt als Gesundheitsmanager Die Pressemeldung des Tierärztebundes vom 31.Januar 2005 Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche (IGW) hatten Bundesverband Praktizierender Tierärzte e. V. (bpt) und Deutscher Bauernverband (DBV) am 22. Januar zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Bestandsbetreuung - Voraussetzung für sichere Lebensmittel?" nach Berlin eingeladen.

Auf dem Podium diskutierten bpt-Präsident Dr. Hans-Joachim Götz und bpt-Vizepräsident Dr. Rainer Schneichel mit der nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn und dem Vizepräsident des niedersächsischen Bauernverbandes Franz-Josef Holzenkamp das Thema, dessen Aktualität nicht zuletzt die verbindliche Umsetzung der EU-Vorgaben zum Konzept "Vom Stall bis zur Ladentheke" unterstreicht.

Im Mittelpunkt des Gedankenaustauschs stand die Frage, ob und wie die integrierte tierärztliche Bestandsbetreuung die Qualität von Lebensmitteln tierischen Ursprungs sichern hilft.

Tierärzte helfen Krankheiten vorzubeugen
Die Podiumsteilnehmer waren sich schnell einig, dass der Gedanke, Krankheiten zu vermeiden, für die Produktion gesunder Lebensmittel zukunftsweisend ist. Dabei zeichnete bpt-Präsident Götz das Bild des modernen Tierarztes als eines "Gesundheitsmanagers", der sich mehr und mehr von reiner Therapie und Reparatur entferne und sich Beobachtung und Vorsorge zuwende. Franz-Josef Holzenkamp bestätigte diese Beschreibung auch aus Sicht der Landwirtschaft. Für ihn sei Bestandsbetreuung längst selbstverständlich. "Jeder Tag, an dem ein Tier krank ist, kostet den Landwirt am meisten Geld", gab Holzenkamp zu bedenken. Ein vernünftiger Bauer wolle darum einen dauerhaft gesunden Bestand. Um dieses Ziel zu erreichen, suche er eine tiefgehende Zusammenarbeit mit einem kundigen Tierarzt. Landwirtschaftsministerin Höhn unterstrich den Bedarf an moderner Bestandsbetreuung auch aus politischer Sicht: Einen ganzheitlichen Ansatz hält sie gerade beim Nutztier für unerlässlich: Es solle sich wohlfühlen. Das garantiere letztlich auch den Masterfolg.

Dialog mit den Zuhörern
Die Diskussion auf dem Podium war vom lebhaften Austausch mit interessierten Fachbesuchern der IGW bestimmt. Hier zeigte sich ein deutliches Interesse der Landwirtschaft an Konzepten zur Gesunderhaltung der Bestände und zum Abbau des Arzneimitteleinsatzes. Zugleich wurden ausgewogene Lösungen und Anreize aus der Politik angemahnt. Insbesondere die Politik müsse ein realistisches Verständnis für Funktion und Bedürfnisse moderner Landwirtschaft entwickeln, damit sich die Ziele der Bestandsbetreuung mit ökonomischen Bedürfnissen der Landwirte und Tierärzte ausgleichen ließen. Die Kompetenz und Vernunft der Tierärzte hat das Publikum auf der IGW hingegen augenscheinlich bereits erkannt.

Ansprechpartner für diese Meldung:
Pressestelle des bpt: Astrid Behr
Tel. 069 - 66 98 18 - 15
Fax 069 - 66 98 18 - 55
email: bpt.behr@tieraerzteverband.de

Forschungsnachrichten.de-Linktipp                           

Weitere Meldungen : Gesundheitsmanagment durch den Tierarzt |   Die Winterfuetterung bei Voegeln kann auch schädlich sein | BSE-Verdacht bei französischer Ziege bestätigt | Schaf bringt vier Laemmer zur Welt | Mittwoch 23 Februar 2005 Bachblüten für Bello