Streitbar im Namen und Auftrag von Versicherten und Beitragszahlern
"Streitbar im Namen und Auftrag von Versicherten und Beitragszahlern"
Vorstandsvorsitzender des BKK LV Hessen Rainer Bösken in Ruhestand
verabschiedet / Jürgen Thiesen wird Nachfolger
Frankfurt/ Wiesbaden, 9. Dezember 2004 - An der Spitze des Landesverbandes
der Betriebskrankenkassen in Hessen (BKK LV) gibt es einen Wechsel. Bereits
im Juni wählte der Verwaltungsrat Jürgen Thiesen zum Nachfolger für den aus
Altersgründen ausscheidenden Vorstands-vorsitzenden Rainer Bösken. In
Wiesbaden kamen die Spitzen des Hessischen Gesundheitswesens, hochrangige
Gesundheitspolitiker und Weggefährten aus Bund und Land zur Verabschiedung,
verbunden mit gesundheitspolitischem Rück- und Ausblick zusammen.
Staatsministerin Silke Lautenschläger dankte im Namen der Landesregierung
für "ein Vierteljahr-hundert streitbare Mitwirkung und Ideengebung im
hessischen Gesundheitswesen". Einig mit den Sprechern der Ärzteschaft und
der Krankenhäuser lobte die Sozialministerin den langjährigen Kassenmanager
als "Lobbyisten der Patienten". Bösken sei mit vorbildlichem Engagement für
das System der gegliederten Gesetzlichen und Betrieblichen
Krankenversicherung eingetreten. Uniforme Leistungen zu einheitlichen
Konditionen habe der Verbandschef stets abgelehnt. Als Alternative hierzu
habe Bösken das Ideal wettbewerblicher Verfassung und Innovation des
Gesundheitswesens nicht nur auf den Lippen getragen. Zahlreiche
Vorbildlösungen im Vertrags- und Leistungswesen während 26-jähriger Amtszeit
belegten dies. Mit Kompetenz und Herzblut für die Betrieblichen
Krankenversicherung habe Bösken Gesundheitspolitiker und Vertragspartner
beeindruckt und beeinflusst. Das komme einem "Markenzeichen" gleich.
Die Vorsitzenden des Verwaltungsrates, Sprecher der Kassenart und
Leistungserbringer zeichneten Vita und Verdienste Böskens nach. Hierbei
kamen markante Entwicklungen und Wendepunkte der Gesundheitspolitik in den
letzten 25 Jahren in Erinnerung. Auf- und Ausbau systematischer Prävention,
Mitwirkung am Aufbau eines Gesundheitswesens nach der Wiedervereinigung im
Patenland Thüringen sowie die Einführung der Wahlfreiheit wurden betont.
Vor allem gegenüber dem Risikostrukturausgleich (RSA) habe Bösken fundierte
Skepsis vor-getragen und wichtige Beratungen geleistet. Hierbei habe sich
Sachlichkeit und Offenheit bewährt. Bei allen Entscheidungen habe Bösken die
Interessen der Versicherten und Beitragszahler als "grundsätzlich vorrangig"
erachtet. Verbunden mit dem Ehrgeiz, dass "seine Kassenart" den Versicherten
dann aber auch besondere Vorteile schuldig sei, habe sich hieraus ein
außergewöhnlicher Ansporn zur Modernisierung und Serviceausrichtung der
Kassenart entwickelt. Die Mitwirkung an diesem Prozess habe Bösken nie als
Zwangsläufigkeit, sondern als Herausforderung und Chance verstanden. Dem
Pensionär Bösken werde diese Motivation sicherlich nicht abhanden kommen.
Der Diplom-Verwaltungswirt Rainer Bösken qualifizierte sich für den
gehobenen Krankenkassendienst und diplomierte berufsbegleitend an der
Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in Oberhausen. Als 29-jähriger übernahm
er 1969 die Geschäftsführung der IKK Dillenburg. Bereits 1979 avancierte er
zum Geschäftsführer des BKK Landesverbandes Hessen. Zuständig für die
unternehmensexklusiven Krankenkassen der hessischen Industrie, vollzog die
Kassenart während der Amtszeit Böskens maßgebliche Wandlungen und Reformen.
Mittlerweile vertritt die Kassenart in Hessen mehr als 1,2 Millionen
Mitglieder bzw. rund 1,7 Millionen versicherte Frauen, Männer und Kinder
aller Alterstufen. Das entspricht einem Marktanteil von annähernd 25 Prozent
der Wohn- und Arbeitsbevölkerung des Landes.
Ab Januar übernimmt der Krankenkassenbetriebswirt und Leiter der Abteilung
Verträge und Versorgungsmanagement Jürgen Thiesen die hauptamtliche Leitung
der Körperschaft. Seit 1989 betreut Thiesen den Vertragsbereich beim BKK LV
Hessen. Zuvor leitete er bei der AOK Cochem-Zell die Abteilung Finanzen und
Personalwesen.
Der Landesverband unterstützt seine Mitgliedskassen bei der Erfüllung ihrer
Aufgaben und Wahrnehmung ihrer Interessen. Ihm obliegen Abschluss und
Änderung von Verträgen mit allen Leistungserbringern des Gesundheitswesens,
insbesondere mit Ärzten, Krankenhäusern und Zahnärzten sowie mit
Dienstleistern und Kooperationspartnern. Hinzu kommt die
Interessenvertretung gegenüber anderen Trägern der Sozialversicherung,
Behörden und Gerichten sowie Beratung gesundheitspolitischer Akteure auf
kommunaler, Landes- und Bundesebene.
"Chefs müssen wohl sein. Aber ganz ehrlich: Richtig leiden konnte ich sie
nie!"
Rainer Bösken, Wiesbaden, 9.12.2004
"...zivilisierte Konfliktbereitschaft pflegen. Deshalb halte ich auch nichts
von der Forderung, die BKK solle mit einer Stimme sprechen. Wer soll denn
diese Stimme sein?"
Rainer Bösken, Wiesbaden, 9.12.2004
Kontaktadresse(n): BKK Landesverband Hessen, Stresemannallee 20, 60596
Frankfurt am Main, Tel.: (069) 96379-0, Fax: 93679-300; Pressestelle: Büro
Wiesbaden, Sonnenberger Str. 24, 65193 Wiesbaden, Tel.: (0611) 9518-278,
Fax: 597436, E-Mail: buero-wiesbaden@bkk-hessen.de, Internet:
http://www.bkk-hessen.de,
Ansprechpartner: Stefan Eckerlein (E-Mail: stefan.eckerlein@bkk-hessen.de)
und Edgar Rüger (E-Mail: edgar.rueger@bkk-hessen.de)
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