Wissenschaft als sportlicher Wettbewerb

Wissenschaft als sportlicher Wettbewerb

Um die Attraktivität der Wissenschaft in weiten Teilen der Bevölkerung zu steigern will man zu ungewöhnlichen Mitteln greifen. Mit publikumswirksamen Preisen soll der Bekanntheitsgrad deutlich erhöht werden.

Goppel wirbt für stärkere gesellschaftliche Würdigung wissenschaft-licher
Leistungen: Vergleichbare öffentliche Aufmerksamkeit für Wissenschaftler und
Sportler

Für eine stärkere gesellschaftliche Würdigung wissenschaftlicher Leistungen
hat Wissenschaftsminister Thomas Goppel anlässlich der Verleihung der
Wissenschaftspreise der Bayerischen Landesbank - BayernLB - am Mittwoch in
München geworben. Der Minister betonte, dass "gemessen an ihrer Bedeu-tung
für die Zukunft unseres Landes unsere Wissenschaftlerinnen und
Wis-senschaftler mindestens so viel öffentliche Aufmerksamkeit bekommen
müss-ten wie mancher Sportler oder Entertainer." Es bestehe eine "gewisse
Schief-lage", wenn der Vereinswechsel eines Zweitliga-Fußballspielers
breiten Platz in der Berichterstattung einnehme und über die Gewinnung eines
internatio-nalen Spitzenwissenschaftlers lediglich mit einem Dreizeiler
berichtet werde.

Die Wissenschaftspreise der BayernLB lenkten die Aufmerksamkeit zu Recht auf
vielversprechende junge Wissenschaftler und seien so für die öffentliche
Anerkennung von Nachwuchswissenschaftlern seit Jahren wegweisend. Ne-ben der
öffentlichen Würdigung der Preisträger ermögliche das Engagement der
BayernLB zugleich den engeren Kontakt zwischen Wissenschaftlern und
Wirtschaft. "Kein Wirtschaftsunternehmen kann es sich erlauben, die aktuelle
Forschung an den Hochschulen aus dem Blick zu verlieren. Umgekehrt
profi-tieren die Hochschulen von der Praxiserfahrung und dem enormen
Wissens- und Ideenreichtum der Unternehmen. Enge Zusammenarbeit bringt
deshalb fast immer einen Gewinn für beide Seiten", so Goppel .

Forschungsnachrichten.de-Linktipp                           

Weitere Meldungen : Wissenschaft als sportlicher Wettbewerb |   HRK-Kompetenzzentrums Bologna soll weiter gefördert werden | Bafög massiv abbauen? | 22 Februar 2005 HRK und Hochschulen drängen auf Weiterführung des Kompetenzzentrums Bologna | Philipps-Universität Marburg auf dem Weg zu einer familiengerechten Hochschule | Radiotipp Montag 21 Februar 2005 Was bleibt von Francis Bacon | 3 Februar 2005 Die Länder sind auch bei Studiengebühren gebunden | 02 Februar 2005 Ein neues Förderinstrument für die Geisteswissenschaften | 02 Februar 2005 Nein der SPD zu Studienbeiträgen | Bachelor und Master als Regelabschlüsse an bayerischen Hochschulen | Bund stoppt Förderung der Juniorprofessur | Einführung von Studienbeiträgen in Bayern | CHE: Durchdachte Lösungen bei Studiengebühren sind jetzt gefordert | Bundesverfassungsgericht kippt bundesrechtliches Verbot von Studienbeiträgen | Studiengebühren Länder müssen Sozialverträglichkeit gewährleisten | Deutscher Hochschulverband nimmt Stellung zur Studiengebühr | Verdiensteinbußen für Nachwuchswissenschaftler ungerecht und wettbewerbsfeindlich | Keine Studiengebühren für das Erststudium | 9a - ddp-Westfalen will Studenten aus Bayern abwerben | Dialog zwischen Hochschulen und Staat | Elitenetzwerk Bayern und der Bayerischen Elite-Akademie schließen