Personalabbau an Rostocker Hochschulen

Personalabbau an Rostocker Hochschulen

Über 600 Stellen werden an den Rostocker Hochschulen gestrichen. Damit sei die Autonomie der Hochschulen verletzt.

Die Meldung im ganzen:
Den Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern stehen erhebliche Stellenkürzungen
bevor. Wie die Zeitschrift „Forschung & Lehre“ berichtet, hat die
Landesregierung einen Sparbeschluß getroffen, nach dem die Universitäten und
Fachhochschulen bis zum Jahr 2017 insge-samt über 600 Personalstellen
verlieren. Die Kürzungen betreffen wissenschaftliches und
nichtwissenschaftliches Personal jeweils zur Hälfte – ausgenommen ist
lediglich die Medizin. Der Umfang der Kürzung entspricht etwa zwei Dritteln
des gesamten Personals der Universität Greifswald. Bereits bis Ende des
Jahres 2009 sollen die ersten 300 Stellen wegfallen.

Das Ministerium begründet die Entscheidung mit einer veränderten Nachfrage
nach Studien-gängen – mehr Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften,
weniger Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Der Rektor der
Universität Rostock, Professor Dr. Hans Jürgen Wendel, sieht in den
detaillierten Planungsvorgaben für Personal und Studiengänge eine Verletzung
der Hochschulautonomie. Die Universität Greifswald kritisiert, daß die
Vorgaben des Ministeriums nicht den geringsten Bezug zu den
Entwicklungsplänen der einzelnen Hochschulen aufwiesen.

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