HRK-Kompetenzzentrums Bologna soll weiter gefördert werden

HRK-Kompetenzzentrums Bologna soll weiter gefördert werden

Das HRK-Kompetenzzentrums Bologna soll weiter gefördert werden, sagen die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und die Leitungen der betroffenen 20 deutschen Hochschulen

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und die Leitungen der betroffenen 20
deutschen Hochschulen haben mit Unverständnis und Sorge auf die Klage des
Landes Hessen gegen die Förderung des HRK-Kompetenzzentrums Bologna durch
den Bund reagiert.

„Die deutschen Hochschulen haben den Bologna-Prozess bisher weitgehend aus
eigener Kraft bewältigt“, erklärte HRK-Präsident Gaehtgens am Dienstag in
Bonn. „Die spärliche materielle Unterstützung, die sie hierfür erhalten,
kann nicht in Frage gestellt werden, ohne dass der ganze Reformprozess
gefährdet würde. Die deutschen Hochschulen appellieren nachdrücklich an die
Länder, ein Zusammenwirken mit dem Bund zu unterstützen und nach Möglichkeit
sogar weitere Mittel in größerem Umfang zur Verfügung zu stellen.“


“Auch wenn die Länder die wesentliche Gesetzgebungskompetenz für die
Hochschulen haben“, so Gaehtgens weiter, „muss der Bund weiterhin in der
Lage sein, einzelne Aktivitäten, über deren Ziel es einen Konsens zwischen
Bund und Ländern gibt, zu fördern. Wir erwarten, dass die Länder, ihre
Hochschulen im Bologna-Prozess unterstützen und nicht Aktivitäten, die
diesem Ziel dienen, unterminieren.“


Der von Bund und Ländern gemeinsam initiierte und verantwortete
Bologna-Prozess bedeute für die deutschen Hochschulen ein Höchstmass an
Belastung auf allen Ebenen. Die HRK habe deshalb in Eigeninitiative das
Kompetenzzentrum Bologna konzipiert. „Es unterstützt durch die Entsendung
von Experten die Hochschulen in dem Umstellungsprozess“, erläuterte der
HRK-Präsident. „Die Bewerbungs- und Auswahlkriterien sowie die Gestaltung
der Fördermaßnahmen wurden von der HRK mit Blick auf den Stand der
Bologna-Umsetzung und die Bedürfnisse und Beschlüsse der Hochschulen
eigenverantwortlich festgelegt. Mit dem Programm schafft die HRK für die
Hochschulen ganz wesentliche Grundlagen für die Bewältigung dieses tief
greifenden Reformprozesses. Die Erfahrungen der Hochschulen können
systematisch verbreitet, kritisch reflektiert und der Prozess auf dieser
Grundlage laufend weiterentwickelt werden. Von der Koordinierung durch die
HRK profitieren die deutschen Hochschulen auch, indem Schwerpunkte und
Ergebnisse der Diskussion auf europäischer Ebene gezielt eingebracht werden.
So wird die europäische Diskussion mitgestaltet.“

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