Archäologie auf dem Gletscher
Sendedatum: Donnerstag, 17. Februar 2005, 23.10 Uhr
Archimedes
Archäologie auf dem Gletscher
Bayerisches Fernsehen
Der September ist die Hochsaison für Gletscherarchäologen. Dann sind die Eismassen am weitesten abgeschmolzen, Trümmer und Tote tauchen aus dem kalten Versteck auf. Flugzeugwracks aus dem Zweiten Weltkrieg und Gefallene aus der Alpenschlacht: Perfekt konserviert erzählen sie Geschichten aus längst vergangenen Tagen. Wie der berühmte kupferzeitliche Gletschermann Ötzi sind auch die jüngeren Eismumien gut erhalten und liefern Forschern wichtige Informationen aus ihren Epochen. Und die Wissenschaftler lernen, wie man die Funde erhalten kann.
Vergängliches ewiges Eis – Gletscher im Todeskampf
Die Skisaison hat begonnen, doch der Schnee lässt noch auf sich warten. Jeder Tag, den die Lifte nicht laufen, bedeutet geringere Einnahmen – also behelfen sich die Betreiber mit „Snowfarming“. Im Frühjahr werden Schneefelder mit Planen abgedeckt, um so die weiße Pracht vor dem Schmelzen zu bewahren. Doch was im Kleinen funktioniert, kann die Gletscher nicht retten. Sie schmelzen durch die höheren Temperaturen dahin, immer kleiner wird die Fläche des einst ewig scheinenden Eises. Das Tauwetter gefährdet aber auch ganze Berggipfel: Sie lagen früher unter einem schützenden Eispanzer. Heute dringt Schmelzwasser in die frei liegenden Felsspalten. Gefriert dieses Sickerwasser, werden Teile des Felses abgesprengt, ganze Berghänge werden instabil. Mit Schutzmänteln aus Spritzbeton sollen solche gefährdeten Gipfel gesichert werden.
Technik für Senioren
Viele Senioren haben Probleme mit moderner Technik. Wenn Geräte immer neue Funktionen bekommen und zudem schwierig zu bedienen sind, finden sich ältere Menschen nur schwer mit ihnen zurecht. Dann wird etwa das Handy zum Handikap: Enge Tastaturen sind kaum zu bedienen, winzige, lichtschwache Displays und Monitore kaum abzulesen; Computer-Eingabesysteme verwirren, selbst die Instrumente im Cockpit normaler Autos haben inzwischen so viele Funktionen und so viele Regler, dass alte Menschen sich überfordert fühlen. Im oberbayerischen Kurort Bad Tölz entwickeln Gerontologen (Altersforscher) und Techniker neue Systeme und tüfteln an Technologien für unsere alternde Gesellschaft.
Weiteres Thema: Im Land der 100- Jährigen – Altersforschung in Italien
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