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 Soldaten in der Bendlerstrasse am 21. Juli 1944. SS-Posten sichern den Zugang nach der Niederschlagung des Widerstandes (Foto: Gedenkstätte Deutscher Widerstand Berlin) Gestern, am 20. Juli 2006, jährte sich zum 62. Mal
der Tag, an dem der deutsche Widerstand gegen Hitler niedergeschlagen
wurde. Daher bringt Forschungsnachrichten.de anlässlich dieses
Ereignisses noch einmal den Augenzeugenreport des Zeitzeugen, dessen
Büro sich direkt oberhalb des Büro von Stauffenberg befand und der als
Referent im Stab Rüstung dem Oberst mit der Augenklappe direkt
unterstellt war: Zeitzeugnis über die
dramatischen Ereignisse des 20. Juli 1944 - dem Tag an dem Oberst
Stauffenberg das Attentat auf Hitler verübte – in der Bendlerstrasse,
berichtet von dem damaligen Hauptmann der Wehrmacht Dedo von Gadebusch.
Textfeature basierend auf einer Tonaufnahme vom August 2000. Das
Gespräch führten Götz Hähndel und Stefan Sondermann. Adaptation und
Transkription: Dr. H. P. Bustami. Am 20. Juli 1944 deponierte
Oberst Claus Graf Schenck von Stauffenberg bei einer Besprechung in der
„Wolffschanze“ eine Bombe und versuchte damit den von langer Hand von
Widerständlern in der Wehrmacht geplanten Tyrannenmord an Adolf Hitler.
Anschließend flog Stauffenberg direkt nach Berlin zurück und fuhr in
die Bendlerstraße (dem Sitz des Stabes Rüstung der Wehrmacht), um den
Umsturz zu koordinieren und durchzuführen. Im hochbetagten Alter
von 89 Jahren berichtete Dedo von Gadebusch, damals als Referent des
Stabes Rüstung im OKH der Wehrmacht, Stauffenberg direkt unterstellt,
die Ereignisse vom 20. Juli 1944 aus seiner Erinnerung, wie er diesen
historischen Tag als Augenzeuge der Ereignisse in der Bendlerstrasse
erlebte. Dedo von Gadebusch (geb. 1911 in Potsdam, Sohn des
königlich-preußischen Hofjuweliers von Gadebusch), der bereits 1936 als
Wehrpflichtiger in die Wehrmacht eingezogen wurde, nahm am
„Frankreichfeldzug“, an den Vorbereitungen für das später verworfene
„Unternehmen Seelöwe“ (Landung in England) und seit 1941 am Krieg in
Russland in einem berittenen Artlillerieregiment teil. Dort wurde er
1943 im Südabschnitt der Ostfront durch einen Granatsplitter schwer
verwundet. Nach seiner Genesung wurde er seit Ende Januar 1944
dann in die Bendlerstrasse versetzt, wo er den Tag des 20. Juli 1944
miterlebte. O-Ton:
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Eine russische Menschenrechtsorganisation aus spezieller Perspektive: als Praktikant bei Memorial St. Petersburg
Die russische Nichtregierungsorganisation (weiterhin im Folgenden NRO)
Memorial in St. Petersburg bemüht sich um eine Aufarbeitung der
Sowjetzeit - auf die russische Art.
Das Forschungs- und Informationszentrum Memorial, das 1992 gegründet
wurde, beschäftigt sich mit der politischen Geschichte des 20.
Jahrhunderts, insbesondere mit der politischen Repression und dem
Lagersystem in der UdSSR. Neben einem Archiv und einer Bibliothek mit
Fokus auf der Geschichte politischer Repression bietet diese
unabhängige Menschenrechtsorganisation gratis juristische Beratung und
kulturelle Programme an, die Themen politischer Verfolgung gewidmet
sind. Diesen Sektionen ist ein Zentrum beigeordnet, das Ausstellungen,
Konferenzen, Seminare und Schulprojekte organisiert, als Museum, Verlag
und Jugendklub fungiert sowie Exkursionen und Vorlesungen zu
historischen Themen durchführt.
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„Um jeden von uns kümmert sich Stalin im Kreml“
Zwei aktuelle Ausstellungen in Genf beschäftigen sich mit russischen Straflagern in Vergangenheit und Gegenwart
Ausstellung im ethnologischen Museum: „Goulag, le peuple des zeks“ (Gulag, das Volk der Zeks)
„Willkommen in Kolyma“ lautet zynisch der Schriftzug auf einer
Postkarte von 1939, die in einer Collage von Schwarz-Weiß-Fotografien
russische Schneelandschaften zeigt. Keine Spur vom Leid, für das der
geographische Name Metonymie wurde.
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Von: Asil Al-Salami
Mit der Tutanchamun-Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn hat das Museum einen sensationellen Erfolg erzielt. Das Museum erfreut sich einer besonders hohen Besucherzahl und vieler eindrucksvoller ägyptischer Schätze und Altertümer der Pharaonen. Höhepunkt der Ausstellung sind die faszinierenden Schätze aus der Grabkammer des Pharaos, die zum größten kulturhistorischen Erbe der Welt gehören. Die Ausstellung in Bonn präsentiert 120 wertvolle Leihgaben aus dem Ägyptischen Museum in Kairo und 50 der wichtigsten Kunstwerke aus Tutanchamuns Grab. Außerdem werden außergewöhnliche und bisher nicht vorgestellte Fotos, Zeichnungen und Funddokumentationen von Howard Carter gezeigt. Der Name Howard Carter ist in Zusammenhang mit der einmaligen Entdeckung des Grabschatzes des Tutanchamun im Tal der Könige berühmt geworden. Er entdeckte das Grab am 04. November 1922 und öffnete ihn am 17. Februar 1923.
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Von: Friederike Rüll, Göttingen.
Die Geschichte der Ethnologie ist eine Geschichte der Weltreisenden,
und oft sagen die Erträge solcher Reisen mehr über ihre Verfasser aus
als über ihr Sujet. Was gut 2200 Jahre vor der Begründung des Faches
als akademische Disziplin begann, ist zugleich eine Geschichte der
Fremdbilder und damit Geistesgeschichte- und so ist das 1000seitige
Werk auch konzipiert. Ein Werk, das alle geistigen Strömungen von
Herodot über berühmte islamische und asiatische Weltreisende, vom
Altertum über die europäische Renaissance kontextualisiert, die Geburt
der empirischen Forschung, Herder und schließlich die
Forschungsreisenden, die heute den Kanon der modernen Ethnologie bilden
– einschließlich neuester Strömungen wie den Kulturmaterialismus,
Foucault oder den Postkolonialismus. Sehr detailreich, erliegt diese
Ethnologiegeschichte nicht der Versuchung, einer der Teleologien zu
verfallen, die sie ihrem Gegenstand bis in unsere Zeit hinein
nachweist... nicht nur interessant für Ethnologen, sondern für alle,
die ein grundlegendes Interesse an Kulturtheorie und Geistesgeschichte
haben.

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