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Biologie Meldungen
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 Regenwald in den Tank? Biodiesel ist in der Kritik, sollte man für dessen Anbau Primärregenwald zerstören Er galt lange als der umweltneutrale Treibstoff der Zukunft: der
Biodiesel. Gleichwohl würde man vermutlich allein für den
Dieselfuhrpark der Bundesrepublik Deutschland einen Löwenanteil der
landwirtschaftlichen Anbaufläche benötigen, um den gewaltigen
Spritdurst unserer Industrie zu stillen. Daher suchte man nach
Alternativen und kam - wie so oft - auf die Länder der dritten Welt,
die für unsere Energieprobleme gerade stehen sollen. Ähnlich wie die
Rinderzucht für billige Burger den Regenwald zerstört und zahllose
Kleinbauern ohne Land und Einkommen lässt, würde auch der grossflächige
Anbau von Biodiesel in den Tropengürteln der Erde die rasante
Zerstörung von Primärregenwald beschleunigen, warnte jüngst die
Umweltorganisation "Rettet den Regenwald":
Hamburg, 11.06.2006: EU forciert den Kahlschlag der Regenwälder für BiokraftstoffeTreibstoff für die Regenwaldkatastrophe.
Zum Meeting des Europäischen Rates für Transport,
Telekommunikation und Energie am 08/09.06.2006 in Brüssel. Bisher klingt
es wie ein Traum: die Schaffung von zusätzlichen
Einkommensmöglichkeiten für die heimische Landwirtschaft, steigende
Steuereinnahmen für die verschuldeten Staatskassen und umweltpolitisch
höchst sinnvoll: der Einsatz von Biokraftstoffen zur Verminderung der
Treibhausgasemissionen. Doch langsam verdichten sich die Anzeichen,
dass die Produktion der benötigten Biomasse erhebliche Nachteile für
Mensch und Natur mit sich bringt. Gestern diskutierte der "Europäische
Rat für Transport, Telekommunikation und Energie" über mögliche
Strategien der zukünftigen Biokraftstoffpolitik. Eines der Themen: der
im Dezember 2005 von der EU vorgelegte "Biomasse-Aktionsplan". Dieser
sieht vor, wie sich die EU in den nächsten Jahren die Trennung vom Öl
mit der Hilfe von Biokraftstoffen vorstellt.
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Biologie Meldungen
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 Bunte Menschheit. Aber haben wir alle die gleichen Ahnen? Während die Wissenschaftlergemeinde der Biologen,
Paläoanthropologen, Humangenetiker, Ethnologen und Archäologen sich
inzwischen darauf geeinigt hat, dass die wahrscheinlichste Theorie der
Abstammung des Menschen die sog. "Out-of-Africa"-Hypothese sein muss
(=alle heutigen Menschen stammen von Vorfahren aus Afrika ab), ist man
sich über den Zeitraum, in dem die Wanderung des Menschen von Afrika
bis in die entlegensten Gebiete der Erde erfolgte, weiter uneinig. Von
150.000 bis 50.000 Jahre lauten die Schätzungen. Die Bevölkerung eines
durchschnittlichen Dorfes in Deutschland - das ist die Anzahl Menschen,
die unser aller Vorfahren sind, folgt man der Studie, die jetzt ein
Forscherteam aus Biologen und Humangenetikern im "American Journal of
Human Genetics" vorstellte:
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Biologie Meldungen
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 Wilder Braunbär - keine Chance in Deutschland? (c:WWF) Kaum ist er wieder da, der "Meister Petz" aus den Grimms Märchen,
den der deutsche Zeitgenosse so gerne im Fernsehen in wildromantischer
Wildnis oder im Zoo betrachtet, soll er auch schon wieder abgeknallt
werden. Was unsere österreichischen, italienischen und osteuropäischen
Nachbarn ganz entspannt vorleben, nämlich das Zusammenleben mit wilden
Bären in den dafür geeigneten Biotopen, bringt uns hierzulande aus der
Fassung.
Gierig stürzt sich die Medienlandschaft auf das Thema. Reisserisch
titelt man "der Bär ist los". Wenngleich das Tier, welches anscheinend
aus den italienischen Alpen gekommen ist, offenbar ein
Problemexemplar ist, das zur Sicherheit besser eingefangen werden
sollte (anstatt es abzuknallen wie vor 150 Jahren üblich) verheisst die
geradezu panisch-hysterische Reaktion der betroffenen Bewohner
und die populistische Anweisung aus München, das Tier zu töten, nichts
Gutes für die natürliche Wiederansiedlung des grössten
mitteleuropäischen Raubtiers auf deutschem Boden. Der Plan, das sich
die bislang isolierten Alpenpopulation auf natürliche Art wieder
verbinden, scheint durch die deutsche Haltung gefährdet.
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 Der Haussperling ist der häufigste Vogel in unseren Gärten Der Frühling brachte neben dem langersehnten warmen Wetter und
grünem Land auch das altvertraute Zwitschern der vielen verschiedenen
Singvogelarten mit sich, die in der neuen Brutsaison mit dem Gesang
Reviere verteidigen, Weibchen anlocken und sich auf Vogelsprache
"unterhalten". Wenngleich uns die Präsenz der gefiederten
Gartenbewohner allzu vertraut ist, wissen die meisten Menschen jedoch
sehr wenig darüber, mit wem sie es eigentlich im eigenen Garten als
wilde Untermieter zu tun haben. Mehr als die Einordnung "KBV (kleiner
brauner Vogel)" bekommen die meisten Zeitgenossen - trotz der
Sympathien für die nützlichen Insektenvertilger - nicht unterschieden.
Nun hat der NABU (Naturschutzbund Deutschland) mit Hilfe von rund
45.000 ehrenamtlichen Vogelbeobachtern eine Aufstellung über die
bundesweite Verteilung unserer Gartenvögel erstellt. Die Spitze führt
der weithin bekannte Spatz oder Haussperling (Passer domesticus) an.
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 Auch der Orang-Utan ist bedroht WWF, Mai 2006: Trotz intensiver Bemühungen des internationalen
Artenschutzes, führt der wachsende Nutzungsdruck, der inzwischen 6,5
Milliarden Menschen auf der Erde, auf die letzten Naturräume zu
weiterem Rückgang der Artenvielfalt und zu einem Anstieg der bedrohten
Arten.Wie der WWF in einer seiner jüngsten Verlautbarungen mitteilte,
befinden sich über 520 neue Arten auf der weltweiten Liste der vom
Aussterben bedrohten Tierarten. Besonders der Lebensraum Süsswasser ist
stark betroffen.
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 Vergiftete Elefanten auf Sumatra. Die Bauern töten die Tiere, um ihre Anpflanzungen zu schützen. Der Regenwald geht indes weiter verloren für den Holzbedarf der Industriestaaten (c: WWF Indonesia Samsuardi) Die rasante Vernichtung der indonesischen Urwälder - zur
Befriedigung der nach wie vor ungebändigten Gier der Industriestaaten
nach billigem Holz und Palmöl - schreitet immer weiter voran. Der
derzeitige Akt in dem Drama des Untergangs des südostasiatischen
Regenwaldes mit seiner unersetzlichen und in Jahrtausenden gewachsenen
Artenvielfalt ist besonders auffällig, weil gerade die letzten
Elefanten Sumatras durch den Verlust ihres Lebensraums in die
Anpflanzungen der bettelarmen Bauern eindringen und so zur Zielscheibe
der Verfolgung durch die um ihren Lebensunterhalt bangenden Menschen
werden.
Wie der WWF im April meldete, vegetieren derzeit 10 wilde Elefanten vor
sich hin und sterben einen qualvollen Tod. Rettungsaktion für den
Elefantenwald:
WWF ruft unter www.wwf.de zu E-Mail-Aktion an den indonesischen
Präsidenten auf: Die weitere Abholzung der Regenwälder muss sofort
gestoppt werden.
Frankfurt, 12. April 2006: Seit Wochen hält das Schicksal von zehn
Waldelefanten auf der indonesischen Insel Sumatra die Mitarbeiter des
WWF in Atem: Die Tiere waren von der Forstbehörde der Provinz Riau
gefangen genommen und in Ketten gelegt worden und vegetieren seither
ohne ausreichende Versorgung vor sich hin. Ein Elefant kollabierte
bereits und wird nur noch mit Infusionen am Leben gehalten. Zuvor
hatten die wild lebenden Elefanten auf der Suche nach Nahrung in
Siedlungen und Plantagen gewütet und die Menschen in Angst und
Schrecken versetzt. Nach Ansicht der WWF-Waldexpertin Nina Griesshammer
sind die Elefanten die unschuldigen Opfer der rigorosen
Urwaldzerstörung, die sich seit Jahrzehnten in Indonesien abspielt:
„Die Holz- und Palmölindustrie stößt gnadenlos in die Wälder vor und
zerstört die Heimat der Elefanten. Menschen und Tiere machen sich
gegenseitig den Platz streitig.“
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Biologie Meldungen
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Cyanobakterien sind klein, häufig von grün-blauer Farbe und für uns
Menschen nützlich. Sie sind überall: in Flüssen, Seen, Pfützen, dem
Ozean, aber auch in Wüsten und arktischen Regionen zu finden. Genau wie
höhere Pflanzen sind Cyanobakterien zur Photosynthese befähigt, das
heißt sie entnehmen der Atmosphäre den Klimakiller CO2 und stellen
daraus organische Stoffe her. Als Beiprodukt entsteht Sauerstoff für
die Atmung des Menschen.
Einer Gruppe um Prof. Wolfgang Hess von der Universität Freiburg und
Dr. Annegret Wilde von der Humboldt-Universität Berlin ist jetzt in der
Regulation des Bakterienerbguts eine überraschende Entdeckung gelungen,
die in der April-Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift "Proceedings
of the National Academy of Sciences" (PNAS, 24. April 2006)
veröffentlicht worden ist.
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 Schwarzer Kiefernprachtkäfer erkennt Waldbrände (c: H. Schmitz) Der schwarze Kiefernprachtkäfer ist unter den Entomologen
(Insektenkundler) berühmt als Beispiel für aussergewöhnliche
Sinnesleistungen und ökologische Anpassungen im Insektenreich. Der
Käfer, dessen Larven sich von den Überresten von verbranntem Holz
ernähren, musste unter den natürlichen Bedingungen einer Umwelt mit
wechselnden und unregelmässig vorhandenen geeigneten Biotopen für
seine spezielle Lebensweise (nämlich die Unvorhersagbarkeit von
natürlichen Waldbränden) ein aussergewöhnliches Sinnesorgan
entwickeln, welches Waldbrände auf weite Entfernungen erkennt. Diese
Käferart entwickelte dafür ein spezielles Infrarotorgan. Dieses
spezielle Organ diente nun Zoologen der Universität Bonn als Modell für
die Entwicklung eines neuartigen Infrarotsensors, das nun auf der
Hannovermesse vorgestellt wird.
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Biologie Meldungen
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 Übergewicht - auch Gene sind schuld Viele Menschen können essen was sie wollen und nehmen nicht zu.
Zum Leidwesen vieler Zeitgenossen gibt es jedoch offenbar einen
Zusammenhang zwischen den Genen und Fettleibigkeit. Wenn die Eltern
dick sind und man auch als Kind schon immer mit den Pfunden kämpfte hat
man das zweifelhafte Vergnügen, auch im Erwachsenenalter dick zu sein.
Dass das Übergewicht eines Menschen auch von seinen Genen beeinflusst
wird, ist länger schon bekannt. Nun haben Wissenschaftler eine neue
Genvariante für Dickleibigkeit entdeckt.
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Biologie Meldungen
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Das Bundesamt für Naturschutz und der Verband Deutscher Sporttaucher
engagieren sich gemeinsam, anlässlich des "Tag des Wassers" der UN für
den Schutz einheimischer Tier- und Pflanzenarten in Süssgewässern. Dazu
wird die Aktion Neobiota 2006 gestartet.
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