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Geschichte



Bevor aus der Erinnerung Geschichte wird | Drucken |  E-Mail
Nun sind 6 Jahrzehnte seit dem Ende von WK2 vergangen. Drei komplette deutsche Nachkriegsgenerationen sind herangewachsen mit den Geschichten aus "dem Krieg" von Großeltern, Eltern und älteren Geschwistern. Insbesondere die Generation der Überlebenden des Krieges, die während der Zeit des Dritten Reichs ihre Jugend und Erwachsenenzeit hatte, mithin also diese Zeit bewußt erlebte, gelangt nun an ihr Lebensende. Viele fangen erst jetzt wirklich an zu sprechen. Mit dem allmählichen Verschwinden dieser Generation tritt das Dritte Reich von der Erinnerung in die Geschichte über, also, wenn niemand mehr lebt, der davon erzählen kann und die Geschehnisse nur noch als Bildzeugnis oder niedergeschrieben existieren. Historiker der Universität Mainz sichten und werten daher seit einiger Zeit Zeitzeugeninterviews aus, um auch diese Lücke in der umfangreichen Geschichtsschreibung über die Zeit des Nationalsozialismus von 1933-1945 zu schließen.


 
Weltweiter Sprachenatlas zeigt den Einfluss der Umwelt auf die Grammatik | Drucken |  E-Mail
Eine Sprachwissenschaftlergruppe der Universität Leipzig hat einen in dieser Form einzigartigen Altas der weltweiten Sprachen vorgelegt. Zugleich zeigen die Resultate der Forscher, dass nicht nur - wie man bisher immer annahm - die genealogische Verwandtschaft einer Sprache über grammatikalische Ähnlichkeiten zu verwandten Sprachen entscheidet, sondern dass ganz offensichtlich die Umwelt oder die geographische Region einen nicht zu unterschätzenden Einfluß auf Sprachen haben kann. So hat z.B. das Finnische, welches vom Ursprung her keine indoeuropäische Sprache ist, einige Merkmale mit den benachbarten skandinavischen Sprachen Einiges gemeinsam.

 
Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 Erinnerungen eines Augenzeugen aus der Bendlerstrasse | Drucken |  E-Mail
20. Juli 1944
Soldaten in der Bendlerstrasse am 21. Juli 1944. SS-Posten sichern den Zugang nach der Niederschlagung des Widerstandes (Foto: Gedenkstätte Deutscher Widerstand Berlin)
Gestern, am 20. Juli 2006, jährte sich zum 62. Mal der Tag, an dem der deutsche Widerstand gegen Hitler niedergeschlagen wurde. Daher bringt Forschungsnachrichten.de anlässlich dieses Ereignisses noch einmal den Augenzeugenreport des Zeitzeugen, dessen Büro sich direkt oberhalb des Büro von Stauffenberg befand und der als Referent im Stab Rüstung dem Oberst mit der Augenklappe direkt unterstellt war: Zeitzeugnis über die dramatischen Ereignisse des 20. Juli 1944 - dem Tag an dem Oberst Stauffenberg das Attentat auf Hitler verübte – in der Bendlerstrasse, berichtet von dem damaligen Hauptmann der Wehrmacht Dedo von Gadebusch. Textfeature basierend auf einer Tonaufnahme vom August 2000. Das Gespräch führten Götz Hähndel und Stefan Sondermann. Adaptation und Transkription: Dr. H. P. Bustami.
Am 20. Juli 1944 deponierte Oberst Claus Graf Schenck von Stauffenberg bei einer Besprechung in der „Wolffschanze“ eine Bombe und versuchte damit den von langer Hand von Widerständlern in der Wehrmacht geplanten Tyrannenmord an Adolf Hitler. Anschließend flog Stauffenberg direkt nach Berlin zurück und fuhr in die Bendlerstraße (dem Sitz des Stabes Rüstung der Wehrmacht), um den Umsturz zu koordinieren und durchzuführen.
Im hochbetagten Alter von 89 Jahren berichtete Dedo von Gadebusch, damals als Referent des Stabes Rüstung im OKH der Wehrmacht, Stauffenberg direkt unterstellt, die Ereignisse vom 20. Juli 1944 aus seiner Erinnerung, wie er diesen historischen Tag als Augenzeuge der Ereignisse in der Bendlerstrasse erlebte.
Dedo von Gadebusch (geb. 1911 in Potsdam, Sohn des königlich-preußischen Hofjuweliers von Gadebusch), der bereits 1936 als Wehrpflichtiger in die Wehrmacht eingezogen wurde, nahm am „Frankreichfeldzug“, an den Vorbereitungen für das später verworfene „Unternehmen Seelöwe“ (Landung in England) und seit 1941 am Krieg in Russland in einem berittenen Artlillerieregiment teil. Dort wurde er 1943 im Südabschnitt der Ostfront durch einen Granatsplitter schwer verwundet. Nach seiner Genesung  wurde er seit Ende Januar 1944 dann in die Bendlerstrasse versetzt, wo er den Tag des 20. Juli 1944 miterlebte. O-Ton:


 
Beruehmtes Babylonisches Tor im Berliner Pergamonmuseum vom Zerfall bedroht | Drucken |  E-Mail
Das berühmte Ischta-Tor aus dem Babylon der Zeit Nebukadnezars, als Babylon (im heutigen Irak) eine Metropole im Orient war, steht seit rund 100 Jahren im Berliner Pergamonmuseum. Die einzigartigen blauen Glasuren auf den Ziegeln, deren Herstellungsweise 2500 Jahre später den Fachleuten Rätsel aufgibt, verblassen und sind vom Zerfall bedroht. Während im Irak  zur Zeit massive Schäden an den historischen Substanzen Babylons gemeldet  werden, weil im Umfeld des wertvollen und einzigartigen archäologischen Geländes der antiken Stadt eine US-Panzereinheit stationiert ist, versucht man nun in Berlin mit High-Tech eine der wichtigsten Hinterlassenschaften des Alten Orients zu retten.
Ischtartor
Von Zerfall bedroht: Das babylonische Ischtar-Tor im Berliner Pergamonmuseum. Foto: ProDenkmal.


 
Fluchformel auf dem in Jbeil 1923 endeckten Ahirom-Sarkophag | Drucken |  E-Mail
23.06.2005 - Johannes Gutenberg-Universität Mainz: Die älteste vollständig erhaltene phönizische Inschrift des Ahirom-Sarkophags, der 1923 in Jbeil (Libanon) entdeckt wurde, ist erneut übersetzt worden. Dr. Reinhard G. Lehmann, Dozent für Althebräische Sprache und nordsemitische Epigraphik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, hat die Inschrift neu entschlüsselt und philologisch kommentiert. Bei der Übersetzung stellte der Dozent fest, dass der Text bis dahin nicht in allen Punkten korrekt gelesen und übersetzt wurde. Ausserdem stand auf dem längeren Text des Deckels ein Fluch gegen jeden, der die Absicht hatte die Stadt Byblos zu überfallen oder den Sarkophag zu öffnen.


 
Die Universitaet Greifswald oeffnet ihre Schatzkammern | Drucken |  E-Mail
Antike Sammlung der Uni GreifswaldLaut Pressemeldung der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald vom 25.06.05 wird die Uni Greifswald am Mittwoch, dem 6. Juli 2005, um 19.00 Uhr, ihre vollen Schatzkammern für die Ringvorlesung "Geschichten zum Sammeln - zu den Schätzen der Universität Greifswald aus Kunst, Kultur und Wissenschaft" öffnen. Dabei werden zwei kostbare Sammlungen vorgestellt.


 
Kongress zur Geschichte und der Globalisierung | Drucken |  E-Mail
09.06. - Universität Leipzig: Vom 22. bis 25. September 2005 findet am Zentrum für Höhere Studien der Universität Leipzig der erste Europäische Kongress für Welt- und Globalgeschichte. Diese Tagung wird von einer Vereinigung europäischer Historiker und Historikerinnen organisiert, die damit die Auswirkungen der Globalisierung weltweit diskutieren will. Internationale Referenten und viele interessante Themen werden bei diesem Kongress erwartet.


 
Die Kolonialisierung der Karibik | Drucken |  E-Mail
09.06. - Technische Universität Berlin: Im Rahmen des Themas “Kolonialisierung der Karibik“ hält die bekannte Prof. Dr. Londa Schiebinger am 20. Juni 2005 einen Gastvortrag an der TU Berlin unter dem Titel "Agnotology and Exotic Abortifacients: Gendering Knowledge in Eighteenth-Century Science". In ihrem Vortrag erläutert sie welches Wissen indigene Frauen in der Karibik im 18. Jahrhundert über die Nutzung von Pflanzen als Abtreibungsmittel hatten.


 
Die westdeutsche Nachkriegsdemokratie | Drucken |  E-Mail
06.06.Universität zu Köln: Die in den vergangenen Jahrzehnten realisierte Demokratie in Deutschland hat eine friedfertige und demokratisch denkende Gesellschaft geschaffen. Allerdings war dieser Demokratisierungsprozess seit dem Zweiten Weltkrieg sehr langwierig. Dieser Thematik zur kulturhistorischen Genealogie der westdeutschen Nachkriegsdemokratie widmet sich eine neue Untersuchung von Dr. Daniel Fulda.


 
Vor 790 Jahren wurde die Magna Charta in Kraft gesetzt | Drucken |  E-Mail
Die Magna Charta gilt als Meilenstein in der politischen Entwicklung Englands, weil mit ihr der absoluten Machtfülle der Könige eine Ende bereitet wurde und der lange Weg  zur rein repräsentativen konstitutionellen Monarchie in Großbritannien eingeschlagen wurde.
Am 15. Juni 2005 beschäftigt sich die Sendereihe "Zeitzeichen" des NDR Info Radio in einem Beitrag mit diesen historisch bedeutsamen Ereignis.
Sendetermin: Zeitzeichen, 15.6.1215: Der große Freibrief „Magna Charta Libertatum“ wird von dem englischen König Johann II. akzeptiert, Von Ralph Erdenberger
(Mittwoch, 15. Juni, 20.15 - 20.30 Uhr, NDR Info)


 
Stauferkaiser Friedrich I Barbarossa starb am 10.6.1190 | Drucken |  E-Mail
Friedrich I (Barbarossa = Rotbart) ertrank auf dem Weg in den Kreuzzug in einem Fluß in der heutigen südöstlichen Türkei. Dadurch kehrten die deutschen Ritter um und nur wenige nahmen am Kampf gegen Sultan Salah ed Din teil. Zeitgenössische Arabische Chronisten berichteten respektvoll vom deutschen Kaiser.
Am Todestag, dem 10. Juni, geht eine Radiosendung des NDR detailliert auf sein Kaisertum ein, als das Heilige Römische Reich auf dem Zenith seiner Macht stand.
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