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Geschichte



Krieg gegen die Kultur | Drucken |  E-Mail

Ischtar-Tor
Das Ischtar-Tor im Berliner Museum für vorderorientalische Geschichte
Der sog. "Krieg gegen den Terror", den die neokonservative Agenda der Bush-Administration weltweit führt, mündete 2003 u.a. in den Krieg gegen den Irak. Kurz nachdem die irakische Armee des Baath-Regimes die Waffen streckte, fiel ein Plünderungsmob über das irakische Nationalmuseum her und zerstörte unter den Augen der US-Truppen (die mit dem Schutz des Ölministeriums offenbar ausgelastet waren) die Kulturschätze aus 7000 Jahren Menschheits- und Zivilisationsgeschichte. Der "Krieg gegen den Terror" verursacht im Irak einen "Krieg gegen die Kultur" Mesopotamiens. In einem Artikel der "Jungen Welt" wird Alam geschlagen. Unser aller Kulturerbe wird bei ebay verschachtert:


 
Enorme Schäden an archäologischen Stätten im Zweistromland | Drucken |  E-Mail
Während tagtäglich Horrormeldungen über die Bildschirme flimmern über die immer chaotischere Sicherheitslage im andauernden Irak-Krieg, hörte man in letzter Zeit wenig über die Situation des kulturellen Erbes der 7000 Jahre zurückreichenden Zivilisationsgeschichte im Gebiet des antiken Mesopotamiens, der Region,  die Babylon einst regierte. Nachdem im Jahre 2003 - nach dem Einmarsch der Amerikaner - das irakische Nationalmuseum unter den Augen der Besatzungstruppen geplündert wurde und unschätzbare Funde aus der bis zurück zu den Sumerern reichenden Geschichte verschwanden, wurde es still um die Situation der Archäologie des Iraks. In einem Interview mit Aljazeera beschrieb der irakische Archäologe vor kurzem die katastrophale Lage in allen Landesteilen.

 
VW Stiftung lässt den Kommunismus und die Demokratie erforschen | Drucken |  E-Mail
Mit dem Zusammenbruch des "Rotes Reiches" der Arbeiter- und Bauernstaaten des realexistierenden Sozialismus im einstigen Ostblock wird die Ära des Kommunismus (bis auf wenige Ausnahmen) mehr und mehr zur Geschichte und die parlamentarischen Demokratien halten Einzug in Europa auch in früheren Ländern des Sowjetimperiums.
Die VW-Stiftung hat jetzt mehr als 3 Millionen Euro locker gemacht zur Erforschung dieser nahen Zeitgeschichte unter dem Motto: "Forschung über die Demokratien von heute und den Kommunismus von gestern".



 
Bolschewismus und Nationalsozialismus im Vergleich | Drucken |  E-Mail
Mit einem neu gegründeten internationalen Netzwerk will das Zentralinstitut für Mittel- und Osteuropastudien (ZIMOS) die vergleichende Erforschung von Bolschewismus und Nationalsozialismus vorantreiben. Auch nach Jahrzehnten intensiver Forschungsarbeit ist nicht eindeutig zu klären, warum ausgerechnet in Russland und Deutschland zivilisationsfeindliche Strömungen ihre radikalste Ausprägung fanden und warum der Widerstand in beiden Kulturnationen so zaghaft und ineffektiv war.


 
Die Himmelsscheibe von Nebra | Drucken |  E-Mail
Vortrag von Dr. Harald Meller am 7.3.2006 an der International University in Bruchsal
Am Dienstag, dem 7. März 2006, um 19.00 Uhr, lädt die International University in Bruchsal zu dem Vortrag "Die Himmelsscheibe von Nebra - ein sensationeller frühbronzezeitlicher Fund aus Sachsen-Anhalt" die interessierte Öffentlichkeit herzlich ein. Die "Himmelsscheibe" wurde im Juli 1999 auf dem 252 Meter hohen Mittelberg im Ziegelrodaer Forst bei Nebra/Sachsen-Anhalt aus dem Boden geborgen und gelangte erst Jahre danach auf Umwegen über den Schwarzmarkt in staatlichen Besitz. Sie besteht aus Bronze und hat einen Durchmesser von etwas über dreißig Zentimetern. Die Masse beträgt rund zwei Kilogramm. Ihre tiefgrüne Farbe ist das Ergebnis der viertausendjährigen Lagerung im Boden. Ursprünglich war sie wohl schwarz, worauf sich die Goldapplikationen wundervoll abgehoben haben müssen. Metallurgische Untersuchungen haben ergeben, daß das Kupfer des Bronzekörpers mit ziemlicher Sicherheit aus der Gegend von Salzburg stammt, das Gold mit einiger Wahrscheinlichkeit aus Siebenbürgen.


 
Bonner Medizin kein Hort des Widerstands | Drucken |  E-Mail

Wie die Universität Bonn jüngst meldete, waren auch die Ärzte in der Rhein-Stadt im 3. Reich alles andere als Widerstandskämpfer. Im neuen Buch des Medizinhistorikers Ralf Forsbach wird die Geschichte der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn aufgearbeitet: Kein Hort des Widerstands: Historiker stellt Buch über die Medizinische Fakultät der Uni Bonn im "Dritten Reich" vor. Noch vor wenigen Jahren war die Beschäftigung mit der nationalsozialistischen Geschichte der Medizinischen Fakultäten in Deutschland ein absolutes Tabu. Nun ist ein Buch erschienen, das diese Lücke zumindest für die Universität Bonn schließt: Auf mehr als 750 Seiten zeichnet der Bonner Historiker Dr. Ralf Forsbach die Geschehnisse in den Bonner Kliniken und Instituten zur NS-Zeit nach. Sein Fazit: Auch wenn es Opposition gegeben habe - ein Hort des Widerstandes sei die Medizinische Fakultät nicht gewesen. Am Freitag, 27. Januar, wird Forsbachs Buch um 11 Uhr c.t. im Stucksaal des Poppelsdorfer Schlosses in Bonn vorgestellt. Interessenten sind dazu herzlich eingeladen.


 
Unterwasser-Archäologen der Universität Münster vermessen den Hafen von Alexandria Troas | Drucken |  E-Mail
Alexandria unter Wasser
Foto: privat
Seit über zehn Jahren erkunden Wissenschaftler der Forschungsstelle Asia Minor der Universität Münster die antike Stadt Alexandria Troas. Nicht weit entfernt von Troja liegend, war Alexandria Troas in römischer Zeit ein bedeutendes Handelszentrum - so bedeutend, dass Julius Cäsar und später Kaiser Konstantin der Große erwogen, die heute türkische Stadt zur Hauptstadt des römischen Reiches zu machen. In diesem Jahr widmete sich ein Team aus über 30 Wissenschaftlern und Studierenden der Universitäten Münster und Çanakkale unter der Leitung der Professoren Dr. Elmar Schwertheim und Dr. Hans Wiegartz dem Hafen von Alexandria Troas. Unterstützt wurden sie dabei von Dr. Norbert Blindow vom geophysikalischen Institut und PD Dr. Dieter Dirksen vom Labor für Biophysik der WWU.


 
Zum medialen Umgang mit Friedensschlüssen vom 13. bis ins frühe 19. Jahrhundert | Drucken |  E-Mail

Über eine Tagung des Augsburger Graduiertenkollegs "Wissensfelder der Neuzeit" Friedensschlüsse hatten als Medienereignisse über die Jahrhunderte hinweg viele Gesichter. Gab es im Umfeld von Konfliktbewältigung auch Propaganda für ein positives Bild vom Frieden? Oder dominierte der kriegstreiberische Einsatz von Medien? Dies waren die Leitfragen der Tagung "Friedensschlüsse", mit der das Graduiertenkolleg "Wissensfelder der Neuzeit. Entstehung und Aufbau der europäischen Informationskultur" am Institut für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg "Medien im Umfeld der Konfliktbewältigung in Mittelalter und Früher Neuzeit" untersuchte. Im Blick war dabei die ganze Entwicklung von der allmählichen Ablösung der Präsenzkultur des Hochmittelalters bis zu den Anfängen staatlich gelenkter Medienproduktion an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Und klar wurde dabei nicht zuletzt: Wie mit dem Frieden medial letztlich umgegangen wurde, war immer auch abhängig von der Art des vorangegangenen Konflikts.


 
Die Kolonialgeschichte Indonesiens im Radio | Drucken |  E-Mail
Der Inselstaat Indonesien  ist mir 220 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste überwiegend islamische Land. Zugleich gibt es eine Vielzahl von anderen Konfessionen, Völkern und Ethnien in diesem Vielvölkerstaat, der seine Identität nicht zuletzt aus dem gemeinsamen Kampf gegen die holländischen Kolonialherren in der Vergangenheit bezieht. Der Deutschlandfunk bringt dazu eine Sendung am 11. November 2005:

 
Die historischen Fakten hinter dem Rattenfänger-Mythos | Drucken |  E-Mail
Rattenfämger von Hameln
Der Rattenfänger-Mythos; Frühe Auswanderungen von jungen Leuten aus Hameln (Quelle: Pressestelle Stadt Hameln)
Der Rattenfänger von Hameln ist zum sprichwörtlichen Sinnbild für die Verführung von Menschen durch Demagogen oder Populisten geworden. Die Stadt Hameln, die diesen Mythos sehr stark für touristische und merkantile Zwecke verwendet, wird mit dieser mythischen Person des Kinder verführenden und entführenden "Rattenfängers von Hameln" immer in Verbindung gebracht. Doch was steckt wirklich hinter dieser Geschichte, die von den Brüdern Grimm durch das gleichnamige Märchen weltweit berühmt gemacht wurde?
Historiker und Quellenforscher sind nun dem Ursprung des Mythos auf die Spur gekommen und sind sich sicher: Der Ursprung liegt vermutlich in einer wahren Begebenheit, die im Zusammenhang mit Berichten stehen, die aus dem Jahre 1286 das unerklärliche und für die Zeitgenossen traumatische  Verschwinden von 130 Hamelner Kindern überliefern . In einer Sendung beschäftigt sich das ZDF am 23. Oktober 2005 ausführlich mit diesem spannenden Thema.


 
Soldatin im 18. Jahrhundert | Drucken |  E-Mail
Grazer Historiker erforscht weibliche Kapitel der Militärgeschichte:
Schon lange vor den Diskussionen über den Eintritt von Frauen in das Österreichische Bundesheer - seit 1998 möglich - kämpften Soldatinnen an vorderster Front: Dr. Nikolaus Reisinger vom Institut für Geschichte der Universität Graz ist den Frauen in den europäischen Heeren auf der Spur. Ihre Präsenz als Marketenderinnen, "Heerfrauen" und in seltenen Fällen auch als Kämpferinnen während der gesamten Frühen Neuzeit ist nachgewiesen.


 
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