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| Zwei neue Lemurenarten durch vergleichende Genanalyse in Madagaskar entdeckt | | Drucken | |
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Primatologen haben jüngst über zwei neu entdeckte Mauslemurenarten
berichtet. Auf der Insel Madagaskar haben sich evolutionär gesehen
uralte Primatenspezies, die Lemuren oder Halbaffen) erhalten , die auf
der Entwicklungsstufe gemeinhin als Vorläuferformen moderner
Primatenarten betrachtet werden. Durch die Insellage war es den
vorwiegend nachtaktiven Lemuren möglich, bis in die Gegenwart zu
überleben.
Unbehelligt von der Konkurrenz durch andere Primatengruppen, konnten
sich auf der Insel vor der afrikanischen Ostküste eine Vielzahl von
Lemurenarten herausbilden, die verschiedenste ökologische Nischen
besetzen. Vom schwarzweißen Vari-Lemuren, der so groß wie ein
Hundspavian wird (Lemur v. variegata) bis hin zu den Mausmakis, die -
wie der Name schon sagt - nicht größer als kleine Nagetiere werden hat
sich eine große Formenvielfalt entwickelt In neuester Zeit sind diese
archaischen Primaten jedoch - wie in so vielen Fällen - durch den
Raubbau an der Urwäldern Madagaskars gefährdet und viele Arten sind
bereits ausgestorben oder stehen auf der Roten Liste der vom Aussterben
bedrohten Tierarten. {mosaddphp:google-fona.php} Um so überraschender ist es, dass man vor kurzem zwei neue Arten identifizieren konnte. Ein Göttinger Primatologe und sein Forscherteam, Dr. Peter Kappeler, vom Deutschen Primatenzentrum, konnten durch vergleichende DNA-Analyse zeigen, dass zwei Populationen eines Riesen-Mausmakis der Gattung Mirza, die in geographisch weit voneinander isoliert leben und die man bisher zu einer Art gehörig einstufte, in Wirklichkeit zu zwei Arten gehören. Die Zahl der beschriebenen Lemurenarten steigt dadurch von 47 auf 49. Diese sensationelle Entdeckung zeigt auch zugleich, dass größte Anstrengungen nötig sind, in Madagaskar, aber auch in anderen noch zoologisch weitgehend unerforschten Urwaldregionen der Erde der an kurzfristigen Profitinteressen multinationaler Holzkonzerne betriebene Raubbau an der Wäldern aufhören muß, damit nicht noch mehr Tierarten aussterben, bevor sie überhaupt entdeckt wurden. Literatur: Kappeler, P.M., et al. 2005. Morphology, behaviour and molecular evolution of giant mouse lemurs (Mirza SPP.) gray, 1870, with description of a new species. Primate Report 71(July):3-26. {mosaddphp:buecher-content.php,Lemuren}
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