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| Forschungsprojekt zur Verhinderung von Rückfällen bei Leukämien | | Drucken | |
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11.03. Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch:
Jede Therapie gegen Leukämie (Blutkrebs) dient zur Vernichtung der
bösartigen Zellen und Verhinderung von Rückfällen. Das Überleben
einiger Krebszellen und der erneute Ausbruch der Krankheit kann oft
trotz der verschiedenen Therapiemöglichkeiten nicht ausgeschlossen
werden, was von Ärzten als minimale Resterkrankung bezeichnet wird.
Eine rechtzeitige Umstellung und Intensivierung der Behandlung ist
möglich, um die Patienten vollständig zu heilen, wenn die
persistierenden Leukämiezellen entdeckt werden. {mosaddphp:google-fona.php} Die so genannte Durchflusszytometrie sowie molekularbiologische Methoden werden mittlerweile von den Ärzten eingesetzt, um festzustellen, ob die Behandlung erfolgreich war, oder ob die Therapie intensiviert werden muss. Bei der Durchflußzytometrie laufen die Zellen hintereinander durch eine dünne Messsäule und passieren dabei einen von der Seite kommenden Laserstrahl. Neben der Zellgröße und Binnenstrukturen der Zelle können dadurch vier weitere, durch Antikörper markierte Eigenschaften von Leukämiezellen erkannt werden. Dr. Richard Ratei und Dr. Leonid Karawajew aus der Forschungsgruppe von Prof. Wolf-Dieter Ludwig (Robert-Rössle-Klinik, Charité - Universitätsmedizin Berlin/Helios Klinikum Berlin und Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch) haben jetzt die so genannte multiparametische Durchflußzytometrie in der Klinik bei Patienten mit akuter lymphatischer Leukämie (ALL) erprobt. Die ersten Ergebnisse zeigen, dass sie bei 90 Prozent der Patienten mit ALL eingesetzt werden kann. Die Blutkrebsspezialisten können somit noch unter 1 000 bzw. 10 000 gesunden Zellen eine Leukämiezelle aufspüren. Jetzt soll mit dieser Technik in Kooperation mit Arbeitsgruppen aus Wien (Institut für Kinderkrebsforschung, St. Anna Kinderspital), Monza (Centro Ricerca M. Tettamanti Clinica Pediatrica Università di Milano Bicocca) und Padua (Laboratorio di Oncoematologica Dipartimento di Pediatria Università di Padua) in einer internationalen Studie bei Kindern mit ALL der prognostische Stellenwert der multiparametrischen Durchflußzytometrie zum Nachweis persistierender Leukämiezellen geprüft werden. Für dieses Forschungsprojekt hat die Wilhelm Sander-Stiftung (Neustadt a. d. Donau) den Klinikern in Berlin-Buch für die nächsten zwei Jahre 165 000 Euro zur Verfügung gestellt. Weiter werden sie dabei auch erstmals einzelne Leukämiezellen aus dem Knochenmark oder peripheren Blut mit Hilfe der Durchflußzytometrie isolieren und umfassend molekularbiologisch analysieren, um neue diagnostische Marker und für die Entwicklung innovativer Therapiestrategien Kandidatengene zu identifizieren. Die ALL ist eine bösartige Erkrankung, die vor allem bei Kindern auftritt. Derzeit können fast 80 Prozent der Patienten im Kindesalter geheilt werden. Pressestelle Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch Barbara Bachtler Robert-Rössle-Straße 10 13125 Berlin Tel.: 0049/30/94 06 - 38 96 Fax: 0049/30/94 06 - 38 33 e-mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können http://www.mdc-berlin.de {mosaddphp:buecher-content.php,Leukämie}
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