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Tierwelt in Botswana
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Moremi und Okavango-Delta
Das Moremi Game Reserve liegt südwestlich des Chobe Nationalparks und im Einzugsgebiet des Okavango-Deltas. Entsprechend ist die Landschaft von Flußläufen geprägt, die selbst in der Trockenzeit ausreichend Wasser führen und für feuchte Bedingungen sorgen. Die Wildtiere werden daher aus der ausgetrockneten Umgebung angelockt, weshalb Moremi sehr hohe Wilddichten hat und man auf einer Safari viel zu Gesicht bekommt.
Schreiseeadler
Schreiseeadler. Der charakteristische Ruf dieses majestätischen Vogels bleibt in Erinnerung. (Foto: C. Schulz)

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Zu den faunistischen Juwelen des Moremi Game Reserves gehören die afrikanischen Wildhunde, die zu den bedrohtesten Raubtieren Afrikas zählen. Früher weit verbreitet und in großen Rudeln von mehreren Dutzend Individuen auftretend, ist der Bestand durch eine wahrscheinlich durch Haushunde übertragene Form der Hundestaupe zusammengebrochen und die großen Gruppen dieser eleganten Wildhunde sind selten geworden. Daher gehört es zu den nicht selbstverständlichen Glücksfällen auf einer Safari, die schnellen und ausdauernden Sprinter zu erblicken. Sicher beeindruckend und für den menschlichen Betrachter grausam anzusehen ist die Art, wie diese Beutegreifer ihre Hauptbeute, Impalaantilopen, zur Strecke bringen: Die Opfer werden solange gehetzt (wobei sich die Hunde immer wieder abwechseln) bis sie erschöpft stehenbleiben. Da afrikanische Wildhunde ihre Beute nicht wie Löwen oder Leoparden durch einen schnellen Kehlbiß töten können, werden die erschöpften Opfer bei lebendigem Leibe zerrissen.
Wasserböcke
Die Wasserböcke sind im Okavangodelta angepaßt an den semiaquatischen Lebensraum


Die Löwen Moremis greifen sogar Elefanten an. Die grausige Anekdote des Reiseleiters, der von einer Nacht erzählt, in der er mit einer anderen Gruppe in Moremi campte und Löwen einen Elefanten angegriffen hatten, hallt im Kopf nach beim Anblick von Wildhunden am Riß: Der Elefant (vermutlich ein Jungtier oder ein altes und krankes Tier) trompetete die ganze Nacht seine Todesangst und seinen Schmerz in die Dunkelheit, da ihn die Löwen wegen der dicken Haut nicht sofort töten konnten, sondern bei lebendigem Leibe fraßen. Der romantische afrikanische Sonnenuntergang am Wasserloch in Moremi mit Giraffen, Elefanten und anderen Tieren in harmonischer Eintracht schließt jedoch den Tag dann versöhnlich ab.
Afrikanischer Wildhund
Afrikanische Wildhunde. Hier in Botswana scheint der Bestand derzeit gesichert. (Foto: C. Schulz)


Das sich südwestlich anschließende Okavango-Delta ist eines der Highlights einer jeden Botswana-Reise. Die Sumpflandschaft des Okavango, die man auf Bootstouren (Mokoro-Tours) mit einheimischen Guides erkunden kann, umfaßt 15000 Quadratkilometer und ist damit das größte Binnendelta der Welt. Hervorstechend ist der enorme Reichtum an Wasservögeln, die das Okavango-Delta gerade auch für ornithologisch Interessierte attraktiv macht. Der Wasserrreichtum des Gebiets bedeutet auch gleichzeitig seine größte Gefährdung, da ein elementares Interesse der drei Anrainerstaaten Botswana, Angola und Namibia an der Nutzung dieses Wasserreichtums besteht. Die Zukunft der Region und ihrer 100.000 Einwohner könnte in der Verstärkung des Devisenbringers Ökotourismus liegen.

Löwen am Riss
Löwin am gerissenen Kaffernbüffel am Khwai-Fluß, Moremi. Im Rudel erlegen die Raubkatzen auch ausgewachsene Büffelbullen. Selbst Elefanten sind im Chobe-Nationalpark vor dem „König der Tiere“ nicht sicher. (Foto: C. Schulz)

Nilkrokodil
Nilkrokodil. Der wasserreiche Chobefluss und der im angrenzenden Simbabwe fließende Sambesi-River haben große Populationen dieser urweltlichen Echsen. (Foto: C. Schulz)

Kudu-Antilope
Kuduantilope. Diese Art gehört zu den schönsten Antilopen Afrikas und ist in den Nationalparks nicht selten. (Foto: C. Schulz)

Kaffernbüffel
Kaffernbüffel. Die wehrhaften Wildrinder können auch dem Menschen gefährlich werden. (Foto: C. Schulz)

Zebras
Zebras gehören zu jeder Safari unverzichtbar dazu. (Foto: C. Schulz)

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