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Tierwelt in Botswana
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Ursprüngliches Afrika
Doch trotz all dieser Gegensätze und Probleme bleibt Botswana ein für den europäischen Besucher sicheres und einmaliges Reiseziel. Die riesigen menschenleeren Räume mit ihrer ursprünglichen afrikanischen Fauna und Flora erinnern an frühere Zeiten, wie sie einst überall auf dem afrikanischen Kontinent vorherrschten. So kommen über 160 Säugetierarten und 550 Vogelarten in Botswana vor. Dieser Wildreichtum macht Botswana insbesondere auch für Jagdtouristen interessant, die hohe Preise für die Lizenz zum Abschuß eines Elefanten, Büffels oder Löwen zahlen. Diese Prämien kommen den Nationalparks zugute. Hervorstechend ist die riesige Elefantenpopulation Botswanas: ca. 100.000 Tiere gibt es nach Schätzungen. Die große Mehrzahl konzentriert sich im Chobe-Nationalpark, wobei ein Teil der Population zwischen dem angrenzenden Simbabwe und Botswana hin und her wandert. Wahrscheinlich ist es der Chobe-Fluß, der auch im südafrikanischen Winter, also der Trockenzeit, für eine genügende Wasserversorgung der Dickhäuter sorgt und daher einen so einmalig hohen Bestand erlaubt.
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Zwischen „Jenseits von Afrika“ und „Daktari“
Der Blick auf die Karte Botswanas offenbart eine Konzentration der Besiedelung auf den Osten und den Süden des Landes mit der Hauptstadt Gaborone. Im Zentrum mit der riesigen unbewohnten Kalahari (bis auf ein paar Buschleute) und im Norden mit dem Okavango-Delta und dem Chobe-Nationalpark, beschränkt sich die menschliche Siedlungsaktivität hingegen auf einige an die Wildnisgebiete angrenzende kleinere Städte, z.B. wie Maun am südlichen Rande des Okavango-Deltas oder Kasane am Nordrand des Chobe-Nationalparks. Die Besiedlungsdichte liegt z.T. bei unter 1 Mensch/km². Zum Vergleich: Deutschland hat eine durchschnittliche Dichte von 230 Einwohnern/km². Sowohl Maun als auch Kasane sind Hauptausgangspunkte für Safaris in das Okavango-Delta, das Moremi-Wildlife-Reserve oder die Einsamkeit des Chobe-Nationalparks. Verstärkt wird der Eindruck von menschenleerer Weite und Wildnis, weil keine Besuchermassen in die Nationalparks gelassen werden, sondern ein ausgesuchter Hochpreis-Ökotourismus von der botswanischen Regierung gefördert wird.
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