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Coto Donana – Sumpfwildnis am Grossen Fluss
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Zu jeder Donana-Reise gehört ein Besuch der landestypischen weissen Dörfer Andalusiens, die man ringsum in der weiteren Umgebung des Nationalparks findet und deren kalkweisse Häuserfassaden einen schmucken Kontrast zur Landschaft bilden.

Die jährlichen Fiestas werden in eigens dafür entstandenen Dörfern gefeiert auf breiten und langgestreckten Alleen, bei denen die Umzüge entlang paradieren. Bis zu 1 Million Besucher finden sich nach Angaben der Einheimischen dort jährlich aus ganz Spanien ein.
Weisse Dörfer in Andalusien
Die weiss getünchten Fassaden der pittoresken andalusischen Dörfer finden sich auch unweit des Nationalparks

Die nördlich der Donana gelegene Provinz Huelva ist von aussergewöhnlicher Schönheit mit ihren Kork- und Steineichenwäldern. Die Korkeichen werden im mehrjährigen Turnus geerntet und die begehrte Korkeiche zu Flaschenkorken oder anderen Naturprodukten verarbeitet. In den Korkeichenwäldern wird eine traditionelle Landwirtschaft betrieben, die geprägt ist durch eine jahrtausendealte Beweidungswirtschaft.
Die Städte und Landschaften sind Andalusiens sind stark von der 800-jährigen Mauenherrschaft geprägt. In den Steineichenhainen werden die bekannten „pata negras“ („Schwarzfüsse“) mit den Eichen gemästet. Es handelt sich um eine sehr urtümliche Schweinerasse, deren Fleisch die Grundlage für den edlen spanischen Schinken, den jamon iberico bildet. Der jamon iberico ist weit über Spanien hinaus für seine ausserordentliche Qualität berühmt, eine Köstlichkeit.
Korkeiche
Korkeichen-Haine prägen das Bild Andalusien

Die Korkeichen haben durch eine spezielle Schnittechnik der Landwirte die charakteristische breite ausladende Krone, die das Landschaftsbild so sehr prägen. Diese naturnahen Haine sind nicht nur die Heimat der vom Menschen in extensiver Weise gehaltenen Schafe, Pferde, Schweine und Rinder (die schwarzen „toros“ mit den langen Hörnern, deren Aussehen noch an den Urahn der Hausrinder erinnert, den Auerochsen) sondern auch Rückzugsort vieler seltener Vogelarten. Die ornithologische Reichhaltigkeit der Landschaften ist unter Vogelkundlern in ganz Europa bekannt. Noch immer weicht allerdings heutzutage die traditionellen und naturnahe Bewirtschaftungsweise einer von EU-Agrarnormen geprägten Intensivbewirtschaftung. So fielen in den letzten 2 Jahrzehnten – seit dem EU-Beitritt Spaniens im Jahr 1986 – tausende Quadratkilometer Stein- und Korkeichenwälder einer auf schnelle Profitmaximierung ausgerichteten Plantagenbepflanzung mit schnell wachsenden Eukalyptusbäumen zum Opfer. Allerdings hat man inzwischen begonnen umzudenken und umzusteuern in manchen Regionen Spaniens.
Heute ist man bemüht, die Ausbreitung der agressiven Eukalyptusbäume zu verhindern.

Andalusien bedeutet auch im Jahre 2006 noch immer der Hauch der Geschichte, traumhafte Landschaften und eine Fauna, die durch die iberischen Unterarten der grossen europäischen Säugetiere und Vögel, eine besondere Bedeutung im europäischen Naturerbe einnimmt.

Reise-Info Donana:
Die beste Reisezeit nach Andalusien zu reisen ist das Frühjahr in den Monaten März und April. Dann blühen die Orangen und eine sanfte Wärme mit Duft nach Blumen und frisch ausgetriebenen Bäumen versetzen den Besucher in eine frühlingshafte Stimmung. Viele Reiseanbieter vermitteln Pauschalreisen nach Andalusien mit Städtetouren und Ausflügen in die Natur.

Folgende Linkliste gibt einen Überblick über Informationsquellen:

http://www.laender-reisen.de/europa-reisen/spanien-reisen.htm

Landes-Infos zu Spanien

http://www.laender-reisen.de/reiseangebote/studienreisen/travelinfo-studienreisen.htm
Erlebnis- und Rundreisenangebote auch nach Spanien und Andalusien

http://www.laender-reisen.de/reiseangebote/index.htm
Reiseanbietervergleich

http://www.discoveringdonana.com/
Vogelbeobachtungstouren in der Donana

http://www.ebd.csic.es/
Biologische Station der Donana (Spanisch)

http://parquenacionaldonana.com/
Nationalpark Donana (Spanisch)

 Autor: H. P. Bustami


 



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