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Coto Donana – Sumpfwildnis am Grossen Fluss
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Marschen Donana
Die Marschen der Donana sind im Sommer trocken und im Winter überflutet. Rastplatz für Millionen Wat- und Wasservögel
„Grosser Fluss – Al Wadi al kabir“ – so nannten die alten Mauren den grössten Fluss im Südwesten Spaniens, dessen arabische Namensgebung verballhornt zum heutigen „Rio Guadalquivir“ wurde. Das Mündungsdelta des Guadalquivir zählt zu den letzten fast unveränderten Flussdeltalandschaften in Westeuropa mit seinen ansonsten begradigten und kanalisierten Flüssen. Eine einzigartige Landschaft aus Marschen, Sümpfen, Pinienwäldern, Dünen und unberührten Strandbiotopen hat sich an der andalusischen Atlantikküste erhalten. Diese einzigartige Landschaft – die „Coto Donana“ – wird heute durch einen Nationalpark geschützt, der in seinen Kernzonen seltenen Tier- und Pflanzenarten Rückzugsräume bietet. Insbesondere ornithologisch wertvoll sind die im Winter überfluteten Marschen, in deren weitläufigen Ebenen Millionen durchziehender Wasservögel aus Europa auf ihrem Weg nach Afrika Rast machen oder auch direkt dort den Winter verbringen. Flamingos, verschiedene Watvogelarten, Reiher, Enten und Möwen suchen in den Marschen, zwischen den Dünen und an den vom Menschen ungestörten Stränden nach Nahrung.


Die iberische Unterart des Luchses, der Pardelluchs oder Iberische Luchs hat im Nationalpark Coto Donana eines seiner letzten Rückzugsgebiet. Der Name „Coto Donana“ leitet sich ab von „Coto“ (spanisch für abgegrenzter Jagdbezirk, umfriedetes Grundstück) und „Dona Ana“, einer Adeligen aus dem 18. Jahrhundert.

Pinienwald
Pinienwälfer prägen die Donana oft bis an die Dünen, welche sich bis zum Ufer des Altlantiks ausdehnen

Der Bestand in den Pinienwäldern, Dünen und Sumpfgebieten wird auf ca. 30-40 Tiere geschätzt. In den Küstenpinienwäldern von „Dona Ana“ (der Frau des 7. Grafen von Medina Sidonia) streifen sie noch umher. Die pinselohrigen kleinen Vertreter des Luchses sind im restlichen Spanien durch eine Myxomatose-Epidemie, die die Hauptbeute, das Wildkaninchen, stark reduzierte, sehr selten geworden. Hinzu kommt in der Donana, wie bei allen Populationen des Iberischen Luchses (der noch vor 20 Jahren eine Zahl von mehreren Hundert Tieren hatte), dass die Population in der Donana genetisch von den Restbeständen isoliert ist. Diese ca. 30-40 Tiere umfassende Population leidet an Tuberkulose. Besucher sind im Park nur unter der Aufsicht sachkundiger Führer erlaubt. Es gibt mehrere Besucherzentren , so z.B. unweit des Touristenortes „Matalasquinas“ das Zentrum „El Acebuche“ eine Besucherzentrum es andalusischen Umweltministeriums, von denen aus man Ausflüge und Fahrten in den Nationalpark unternehmen kann. Zwei bis drei Tage sollte der Besucher einplanen, um in Ruhe die verschiedenen Angebote zu nutzen. So gibt es neben einer rund 4-stündigen Rundfahrt durch den Park auch geführte Exkursionen mit fachkundigen Reiseleitern, die biologisch gebildet sind und z.B. spezielle ornithologische Touren anbieten.
Vögel der Donana
Am Atlantik-Strand des Nationalparks kann man zahlreiche Seevögel beobachten

Auf den Touren durch den Park sieht man zahlreiche Wasservögel, die in Pulks vor dem Bus auffliegen, um sich dann kurz darauf wieder ungestört dem Nahrungserwerb am längsten unberührten Strand Spaniens zu widmen.

 

 

 

 

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